Die beste Saisonleistung von Biogas Volley Näfels
Biogas Volley Näfels setzte sich beim Tabellenzweiten Lausanne UC mit 0:3 (16:25, 29:31, 19:25) durch. Näfels dominerte das Spiel zu Beginn und am Ende klar. Der starke Auftritt am Block machte den Unterschied aus, dies auch am Ende des heiss umstrittenen zweiten Satzes.
Mit dem klaren 3:0 Sieg auswärts beim Tabellenzweiten Lausanne UC setzte Dalibor Polaks Team das um, was der Trainer forderte. „Wir werden 3:0 gewinnen“, prognostizierte der Trainer im Vorfeld. Mit einer taktischen Meisterleistung und einer gehörigen Portion Aggressivität dominierte Biogas Volley Näfels das Spiel über weite Strecken. LUC-Assistenztrainer Jagomir Grün gratulierte nach dem Spiel Polak und bemerkte, dass Näfels viel besser vorbereitet und eingestellt zu diesem Spiel antrat als das Heimteam.
Hammerblocks
Im ersten Satz zog Näfels auf und davon. 8:3 beim ersten, 16:9 beim zweiten Time-out sind die Fakten dazu. Näfels, praktisch fehlerlos spielend, setzte das Uni-Team unter Dauerdruck. Entscheidend waren die guten Services, welche die Gastgeber nicht in den Griff bekamen. Als Folge davon waren auch deren Angriffe durchsichtig, so dass Näfels Block an Block reihte. Sieben Killerblocks waren‘s am Ende des Satzes. „Der Block war der Hammer“, schwärmte Näfels Assistenztrainer Mani Müller begeistert. Da Näfels Annahme dazu funktionierte und die Bälle genau bei Zuspieler Gygli ankamen, konnten die Glarner sehr variantenreich angreifen und den Block von LUC aushebeln. Polak erklärt treffend, weshalb sie am Ende mit 25:16 dominierten: „Wir griffen dort an, wo kein Block stand und stellten selber den Block immer dort, wo angegriffen wurde“.
Mit dem sechsten Satzball das Spiel entschieden
Im zweiten Satz agierte Näfels anfänglich nicht überzeugend. Die Mannschaft sei zu Beginn nicht mehr bereit gewesen, kritisierte Mani Müller. Dies war Grund, weshalb die Partie viel ausgeglichener verlief, aber es lag auch am Gegner, der den Faden im Offensiv-Spiel endlich besser fand. Weil LUC jedoch weiterhin fehlerhaft agierte - Topscorer Vadeleux verhaute beispielsweise in Satz zwei drei Angriffe und zwei Services – blieb der Satz offen. Nachdem vom 9:6 bis zum 12:13 bei den Glarnern nicht mehr viel lief, reagierte Polak und vollzog den Passeurwechsel. Es war nicht Gygli, der schwächelte, sondern das ganze Team. Annahme, Block und Angriff funktionierten nicht mehr wunschgemäss. Mit Milanez erhielt die Mannschaft einen neuen Impuls und langsam wendete sich das Blatt wieder. Der nach einer Lausanner Triplette eingehandelte 15:18 Rückstand glich Näfels zum 22:22 aus. Nach einer Abwehr in Extemis ging Näfels nach einem mutigen Angriff von Pulko gar in Führung und kam nach einem Tohuwabohu bei LUC zu zwei Satzbällen. Diese wurden aber genau wie die drei folgenden Chancen nicht zum Satzgewinn genutzt. Im Gegenteil, Näfels musste selbst zwei Satzbälle abwehren. Ganz zum Ende war es dann aber wieder die Stärke aus Satz eins, welche zur Entscheidung führte: Mit zwei Killerblocks in Folge ging der Satz mit 31:29 an Biogas Volley Näfels.
Damit war der Widerstand von LUC gebrochen. Im dritten Satz diktierte Näfels das Spiel ähnlich klar wie zu Beginn. Ausser der Baisse bei den Services in der Satzmitte, nur Alexander brachte seinen Service ins Ziel, gab es kaum etwas zu deuteln an der Leistung der Glarner. Ab dem ersten Time-Out lagen sie immer mit mindestens drei Punkte in Front. Am Ende hiess es 25:19.
Bittner klar vor Liga Topscorer
Näfels zeigte die beste Leistung dieser Saison. Der Block war um eine Klasse besser als jener von Lausanne. Polak erklärt: „Es war nicht allein die Taktik, welche den Block heute so erfolgreich machte. Es war die Aggressivität beim Blocken. Wenn man nicht aggressiv an den Block geht, macht man keine Punkte. Heute waren die Spieler in dieser Hinsicht viel besser als bisher.“ Einzelne Spieler herauszuheben wäre nicht fair, da das Kollektiv überzeugte. Davon profitierten auch die beiden Amerikaner Daniel Alexander und Dean Bittner, beide hinterliessen einen starken Eindruck. Bittner war der beste Punktelieferant mit einer Erfolgsquote von 60%. Damit überragte er seinen Antipoden und Liga Topscorer Vadeleux von LUC sehr deutlich, dieser brachte es auf bescheidene 38%.
Matchtelegramm
SOS II Dorigny, Lausanne, 23. November 2013, 17:30
Spieldauer 80 Minuten
Lausanne UC - Volley Näfels 0:3 (16:25, 29:31, 19:25)
Lausanne UC
Julien Carrel (Passeur, Captain), Vautier (Libero), Vadeleux, Cirqueira, Seifert, Schalcher, Djokic; Baldy, Chandon, Altanov
Trainer: Georges-André Carrel
Biogas Volley Näfels:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Bittner, Pulko, Alexander, N.Beeler, Ehrat,
Büsser (Captain), Milanez (Passeur), Martinez, L.Beeler
Trainer: Dalibor Polak
Schiedsrichter: Grellier Cédric, Wolf Christian



























































































