Dienstag, 19. Juni 2007; 14:39
Allgemein

Des Geldes wegen nach Dünkirchen (Fr)

Von: Rolando K. Küng

Der Brasilianer Marcus Osias verlässt den Klub obwohl er für eine weitere Saison bei SEAT Volley Näfels als Mittelblocker vorgesehen war

Bild: Marcus Osias in seinem Freizeithemd, verdient seine Brötchen in Zukunft in Nordost-Frankreich

Gerne wäre er ins Glarnerland zurückgekehrt versicherte der spektakulär auftretende Mittelblocker über's MSN, dem Chat der Volleyballer aus aller Welt. Eigentlich sei ja alles klar gewesen, der Vertrag von SEAT Volley Näfels lag bei ihm in Belo Horizonte auf dem Tisch. Nur eben, die Unterschrift fehlte noch. Und da sei dann die verlockende Offerte des Klubs aus Frankreichs 2. Division hereingeflattert. Finanziell sei dieser Vertrag um einiges besser und er, Familienvater dreier Kinder, habe rein aus diesem Grund nicht gezögert und den Franzosen sein JA-Wort gegeben.

Allen seinen Fans lässt er noch einmal danken für die Unterstützung und er ist sich bewusst, dass er durch sein unprogrammgemässes Ausscheiden aus dem Meisterteam auch für die eine oder andere Enttäuschung verantwortlich ist.

Vor vollendete Tatsachen gestellt, hat jedoch die Transferzentrale unter Chefscout Ruedi Gygli, während der Saison auch Manager, innert kürzester Zeit eine sehr valable Alternativlösung aus der Trickkiste gezaubert. Sobald die Verträge unterzeichnet und entsprechend vom Landesverband die Freigabe erteilt worden ist, berichten wir an dieser Stelle über die Neuverpflichtung. Zugute kommt Gygli bei seiner sehr umfangreichen und zeitaufwändigen Arbeit der DVD-Sichtungen mit Spielerpräsentationen aus aller Welt, übrigens auch die Mithilfe von Cheftrainer Michel Bolle.

Anders als bei Trainer Serramalera, welcher jeweils zu dieser Zeit in Argentinien weilte, wird der neue Trainer voll in die Sichtung und Auswahl miteinbezogen und wie man hört, bilden die beiden Chefs (-Scout und -Trainer) bereits ein sehr gut harmonierendes Duo, von dem man durchaus Überdurchschnittliches erwarten darf. Immer natürlich innerhalb der (leider engen) Grenzen, welche ihnen das Budget steckt. Beide sind aber profunde Kenner des Volleyballsports und es wird ihnen gemeinsam zugetraut (vier Augen sehr mehr als nur gerade zwei Übermüdete...) nebst dem bereits stehenden Kader der Schweizer Spieler wieder einige echte Perlen zu SEAT Volley Näfels verpflichten zu können.

Den Volleyballfan freuts und die Schweizer Spieler motivierts.... - stay tuned