Der Siegeswille fehlte - Volley Näfels verliert in Genf
Biogas Volley Näfels bekundete gegen Chênois grosse Mühe. Der Druck gewinnen zu müssen wog gegen die unbeschwert aufspielenden Romands zu schwer. Immerhin holte sich Näfels nach klarem Rückstand im vierten Satz doch noch einen Punkt, dies aber dank viel Goodwill des Gegners.
Das Spiel gegen Chênois Genève Volleyball lief im ersten Satz nicht nach dem Gusto von Biogas Volley Näfels. Nach der 8:7 Führung von Näfels war nur noch Chênois am Drücker. Neun Genfer Punkten standen deren drei der Glarner gegenüber. Chênois führte 16:11. Die Genfer überzeugten mit starken Services, während Näfels weder in Annahme noch Angriff gefiel. Es fand keinen Weg und kein Mittel, um die Genfer in Bedrängnis zu bringen. Chênois zog sein Spiel durch und gewann den ersten Satz mit 25:20 verdient.
Auch im zweiten Satz gelang es Näfels nicht das Spiel zu dominieren. Das Gegenteil war der Fall. Die Platzherren hatten Spass am Spiel und überzeugten. Sie servierten besser als Näfels, waren effizient und entschlossen. So lagen die Romands stets leicht in Front und führten 8:6 und 16:14. Immerhin bleib der Rückstand der Näfelser im überschaubaren Rahmen um mit einigen guten Defensivaktionen doch noch die Wende zu schaffen. Genau dies gelang. Zum Satzende legte Näfels erstmals in diesem Spiel richtig vor. Den dritten Satzball nutzen die Glarner zum 25:23 Satzausgleich.
Ein Geschenk des Trainers
Es sei, wie er es erwartet habe, zog Teammanager Gygli nach dem zweiten Satz eine Zwischenbilanz und ergänzte: „Bei den Genfern geht es um nichts mehr, sie spielen locker von der Leber weg, während es bei uns um alles geht.“ Auch im dritten Satz suchte Näfels weiterhin sein Optimum erfolglos. Erneut übernahm Chênois die Führung, 8:4 und 16:13 hiess es. Auch der Passeurwechsel zu Bonante brachte keine Wende. Die Genfer hielten den Vorsprung und gewannen den Satz mit 25:22. Das Spiel änderte auch im vierten Satz vorerst nicht. Chênois spielte, Näfels krampfte, und so war der Satz lange eine Kopie des dritten. Immer in Führung liegend kontrollierte das Team von Trainer Blazy die Partie, ehe er sich entschied zwei Junioren ins Spiel zu bringen. Damit verschenkte er diesen Satz. Näfels nahm dieses Geschenk an und schaffte mit 25: 23 den Satzausgleich.
Saurer Teammanager
Im Tie-break lagen die Vorteile vorerst bei Näfels, das beim Seitenwechsel 8:5 führte. Danach aber versagte Näfels vollends. Die Chancenauswertung war ungenügend, der Kampfgeist flau. So holte sich Chênois den Sieg mit 18:16 absolut verdient. Man habe den Eindruck gehabt, dass kein einziger in den Reihen von Näfels dieses Spiel gewinnen wollte, reagierte Teammanager Gygli sauer auf diese riesige Enttäuschung. Da gestern Abend Volley Amriswil seine gute Form auch gegen Lugano unter Beweis stellte und die Tessiner mit 3:2 besiegte, wird das Spiel vom nächsten Sonntag zwischen Näfels und Amriswil zu einem Finalspiel um die Qualifikation für den kleinen Final.
Matchtelegramm
Chênois Genève Volleyball - Biogas Volley Näfels 3:2 (25:20, 23:25, 25:22, 23:25, 18:16 )
Centre Sportif Sous-Moulin, Thônex, Mittwoch, 18. März 2015, 20:00 h
Schiedsrichter: Christian Nellen, Bertrand Huguet
Biogas Volley Näfels:
Startformation:Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Friend, Pulko, Milic, Ehrat, Martinez
Einwechslungen: Vukasinovic, Meyer, Bonante, Bonante, Ilic
Trainer: Dalibor Polak
Chênois Genève Volleyball:
Startformation: Petit (Passeur), Fellay (Libero), Botas dos Santos (Captain), Abramov, Vieira, Voirol, Palharini
Headcoach: Jean-Baptiste Blazy



























































































