Der Schweizermeister ist zu stark für Volley Näfels
Volley Näfels verliert das zweite Spiel in der Volleyball Meisterschaft gegen Schönenwerd mit 1:3 (21:25, 25:21, 25:19, 25:13). Nach einem guten Beginn brechen die Glarner gegen den eingespielten Gegner ein.
Ausgangslage
Für Näfels war das Spiel gegen Meister Schönenwerd nach dem Auftaktsieg in Sursee der zweite Ernstkampf, während es für die Solothurner bereits das siebte Spiel war. Sie gewannen in der Meisterschaft gegen Colombier und Jona alle Sätze klar, meist mit rund zehn Punkten Vorsprung. Dazu spielten sie vier Partien in der Champions League Qualifikation. Nur einmal, daheim gegen den rumänischen Vertreter, verloren sie mit 1:3. Wegen dieser Niederlage verpasst Schönenwerd die Königsklasse und spielt im CEV-Cup weiter. Neben der fehlenden Spielpraxis musste Näfels ein weiteres Handicap hinnehmen. Libero Jonas Peter ist erkrankt und musste ersetzt werden. Coach Verdi nominierte dafür Nathan Broch. Der gelernte Aussenangreifer meinte zu seiner Rolle: «Als Annahmespieler ist die Libero-Position für mich nicht so fremd.»
Guter Start ins Spiel
Die beiden ersten Sätze endeten jeweils mit 25:21. Den ersten gewann Schönenwerd, den zweiten Näfels. Nach einem ausgeglichenen Beginn musste die Gäste das Heimteam davonziehen lassen, nach drei Fehlern Näfels’ lagen die Platzherren 8:5 in Führung. Diesen Vorteil gaben sie bis zum Satzende nicht mehr aus der Hand. Im zweiten Satz gelang es Näfels den Gegner mit den Services unter Druck zu setzen. «Wir servierten, wie wir es geplant hatten», bemerkte Näfels Coach Verdi dazu. Bis zum 12:12 gelang es Schönenwerd zwar immer wieder, das Score auszugleichen. Doch danach erspielte sich Näfels erstmals einen Vorsprung von vier Punkten. Diesen verteidigte es souverän und glich nach dem 25:21 in den Sätzen aus.
Abschluss zum Vergessen
Im dritten und vierten Satz startete Näfels schwach. Im dritten Umgang gerieten die Glarner mit 1:5, im vierten gar mit 3:10 ins Hintertreffen. Am Ende war dies bereits die Entscheidung: 25:19 und 25:13 für Schönenwerd. Positiv war immerhin, dass Näfels in der zweiten Hälfte des dritten Satzes nach dem 10:16 Rückstand den Tritt wieder fand und mit sehenswerten Angriffen das Spiel ausgeglichener gestalten konnte.
Stimmen
Für Trainer Ignacio Verdi war es offensichtlich, dass Schönenwerd wegen der Champions League Qualifikation deutlich mehr Spielpraxis hat und damit eingespielter ist. Zu seinem Team sagte er: «Wir spielten einen sehr guten zweiten Satz. Auch der Erste war gut, wir machten aber einige Fehler zu viel und stärkten damit das Vertrauen des Gegners.» Klare Worte fand er zum Rest: «Wir spielten nicht mehr, gaben schon früh auf.». Als Grund dafür nannte er einerseits die Stärke des Gegners, anderseits auch sein Team: «Wir konnten den Fokus und die Konzentration nicht hochhalten, entsprechend tief wurde unser Level im Spiel.»
Fazit
Näfels hat dem starken Meister Schönenwerd während zwei Sätzen viel Gegenwehr geboten und den Solothurnern den ersten Satz in der Meisterschaft abgeknöpft. Näfels spielte gefällig, hat aber noch Luft nach oben. Der Block war praktisch inexistent, der Service zu wenig konstant und die Mitte zu wenig im Einsatz. Das Potenzial, um die Grossen zu ärgern, ist da, das sagt auch Coach Verdi: «Wenn wir überzeugt sind, dass wir gewinnen können und kämpfen, sind wir dazu fähig. Wenn wir aber spielen wie heute am Ende, können wir auch gegen jedes Team verlieren.»
Matchtelegramm
Volley Schönenwerd - Volley Näfels: 3:1 (25:21, 21:25, 25:19, 25:13)
Betoncoupe Arena.- Spieldauer: 90 Minuten.
SR: Sanapo, Pedrazzini
Volley Schönenwerd
Startformation: Giger (Passeur, Captain, 1), Fischer (Libero), Kolb Cyrill (11), Coenen (11), Maag (9),Lengweiler (3), Mahela (27)
Einwechslungen: Hunziker (Passeur), Von Burg, Acklin
Headcoach: Adriatik Kajtazi
Assistant Coach: Patryk Gosztyla
Volley Näfels:
Startformation: Chancy (Passeur, 1 Punkt), Nikolov (Captain, 2), Broch (Libero), Corzo (22), Giustiniano (7),
Bartholet (8), Campbell (7)
Einwechslungen: Schmid, Bogdanovski, Jucker (Passeur)
Headcoach: Ignacio Verdi
Assistant Coach: Álvaro Jurado

Premiere: Näfels präsentiert sich im Look von Elmer Citro

So geht’s: Trainer Verdi und Christian Bartholet besprechen, wie der zweite Satz ins Trockene gebracht werden kann

So nah: Freude über den Punkt und den bevorstehenden Satzgewinn

Geschafft: Näfels gewinnt den zweiten Satz gegen Meister Schönenwerd

Luft nach oben: Der Näfelser Block funktionierte in Schönenwerd selten


























































































