Der Mannschaft ein Gesicht gegeben
In der A-3 Raststätte Marché in Niederurnen hat, gerade rechtzeitig vor dem Start in die Meisterschaft, die heiss erwartete Präsentation der neuen Mannschaft von SEAT Volley Näfels stattgefunden. Viele Fans und Freunde des Volleyballs haben den Weg ins Marché gefunden um sich die neuen Spieler aus nächster Nähe anzusehen und von ihnen auch viele interessante Dinge zu erfahren.
Bild: rkk-Mannschaftsfoto im Marché einmal aus einer ungewohnten Perspektive
Sechs neue Gesichter im Team
Wie jedes Jahr führte auch diesmal wieder Manager Ruedi Gygli das Wort, schliesslich ist ja auch er es, welcher sich die Verstärkungen an Spielern aus aller Welt aussucht. Mit Jacky Gaft spielt erstmals ein Israeli bei den Näfelser Volleyballern. Ebenfalls ein Novum ist die Verpflichtung eines brasilianischen Trainers. In der Person von Léo Carvalho hat ein bestens ausgewiesener Kenner seines Fachs den Weg ins Glarnerland gefunden. Bestimmt kommt es auch nicht von ungefähr, dass die Wahl auf ihn gefallen ist, da er als Spieler mit Brasilien den ersten Junioren-Weltmeistertitel geholt hat und zwar als Passeur. So hat er sich denn den beiden Einheimischen Passeuren Ivan Bedrac und Marco Gygli bereits sehr intensiv angenommen und man konnte erfahren, dass diese pro Woche zusätzlich noch drei Trainingseinheiten in ihrem Spezialgebiet absolvieren. Seit dem Jahr 2002 haben die Näfelser auch immer mindestens einen Spieler aus Brasilien in ihren Reihen gehabt. So auch dieses Jahr wieder und zwar gleich deren drei mit dem Mittelblocker Silvio dos Santos, dem Allrounder Marcelo (Tchello) Duarte und dem Diagonalangreifer Bruno Amorim.
Von Libero Dani Werner wissen wir seit gestern auch, dass es selbst für einen studierten Mathematiker keine Formel gibt, um die vielen in horrendem Tempo auf ihn zufliegenden Bälle zu berechnen. Auch für ihn führt der Erfolg der Rückraumverteidigung ganz einfach und nicht anders als für alle andern Spieler, über sehr viel und intensives Training. Sein Beruf bringt ihm bei seinem zeitaufwändig betriebenen Hobby also keine Vorteile.
Roman Sutter als Mittelblocker und heuer erfolgreicher Absolvent der LAP als kaufmännischer Angestellter, wollte nicht verraten, wie es ist mit seinem Bruder in einem Team zu spielen. So hatte er die Lacher auf seiner Seite, fügte dann aber doch an: „Ja klar ist es ein Vorteil Bruder Andy hier zu haben, denn ihm kann ich meine Meinung viel direkter sagen, als ich das einem andern Mannschaftskameraden sagen würde“.
„Ich hatte Herzklopfen“, meinte Severin Pfister auf die Frage wie es ihm gegangen sei, als er das Angebot erhielt in der Mannschaft mitzuspielen. Schon als kleiner Junge stand er jeweils als Wischer im Einsatz und blickte bewundernd an damalige Grössen hinauf wie Contreras, Rivera oder auch Sascha Heyer und Roman Landolt. Immer sei es sein Traum gewesen, in diesem Team einmal mittun zu dürfen, was übrigens auch Marco Gygli sagt von sich. Dass die beiden das gleiche Ziel verfolgen liegt vielleicht auch an der Tatsache, dass sie auf den Tag gleich alt sind.
Der junge Christoph Suter, als gelernter Sanitärinstallateur mit einem 80%-Pensum auf seinem Beruf tätig, wüsste nicht wo er noch die Zeit für ein Hobby hernehmen sollte. „Nebst meiner Arbeit und Volleyball hat überhaupt nichts mehr platz“, stellt er fest. Manager Gygli meint anerkennend über seine Leistungen, dass die Kurve bei ihm steil nach oben zeige.
Das selbe kann sicher auch bei Fabian Brander festgestellt werden. Er gehört, wie auch die Gebrüder Sutter, dem Top-Talents-Team an. So wird er neben dem Klub von Stefan Kobel betreut und damit ist klar, dass auch in ihn grosse Erwartungen gesetzt werden. Nach seinem ersten Jahr bei Näfels, einem „Lehrjahr“ sozusagen, wird er ab dieser Saison versuchen sich einen Stammplatz auf seiner Position als Annahmespieler zu erobern.
„Ich bin stolz darauf Aargauer zu sein“, meint Captain Andy Sutter und dies trotz seiner nun schon fünf Jahren Zugehörigkeit zum Näfelser Volleyballklub. Er koche sehr gerne und deshalb bediene er ab und zu auch seine WG-Genossen Dani Werner und Fabian Brander mit feinem Essen. Mit dem Putzen habe er es aber nicht so, da sei ein Besuch seiner Mutter in der Wohnung doch ganz herzlich willkommen. Mit den Neuzuzügern ist er aber durchaus zufrieden und stellt damit seinem Manager ein gutes Zeugnis aus. „Wir werden sicher ein paar gute Spiele zeigen und auch sonst gute Stunden miteinander erleben“, prognostiziert Sutter.
Ebenfalls noch eine gute Zeit erlebten die Anwesenden nach den abschliessenden Worten des Dankes von Präsident Klaus Görauch beim feinen Nachtessen vom Buffet des Restaurant Marché. Mit diesem Anlass ist also die sehr junge Mannschaft (Durchschnittsalter 22,9 Jahre) nun offiziell vorgestellt und schon am Samstag gilt es ab 18.30 Uhr gegen Pallavolo Lugano in der linth arena sgu ernst.



























































































