Montag, 11. November 2013; 16:20
NLA

Den Favoriten nur leicht bedrängt

Von: Ruedi Gubser

in einem unterhaltsamen Spiel verlor biogas Volley näfels gegen Lugano 0:3 (19:25, 22:25, 22:25)


Die Tessiner erwiesen sich im gestrigen NLA-Meisterschaftsspiel in der Linth - arena in Näfels nicht als die grosse Übermannschaft und fegten den Gastgeber nicht vom Parkett. Lugano war aber so souverän, dass es Gegner und Partie jederzeit im Griff hatte und immer dann das Tempo anzog, wenn es nötig war. Und das war es in allen drei Durchgängen bei Satzmitte.

Dreimal hielten die Näfelser bis zum 12:12 mit, dreimal gerieten sie nach diesem Spielstand entscheidend in Rückstand. 14:18 im ersten, 16:19 im zweiten und erneut 14:18 im dritten Satz. Ein in diesen Phasen konzentrierteres Lugano war der eine Grund für die Distanz, ein Näfels, das unnötige Fehler beging, der andere.

Am Schluss siegte mit Lugano die Mannschaft, die sich weniger Fehler leistete und vor allem beim Service und in der Annahme den Näfelsern überlegen war. «Im Gegensatz zu uns konnte Lugano mit dem Service viel Druck erzeugen », bemerkte Dalibor Polak, der nach dem 0:3-Verdikt gar nicht so enttäuscht wirkte. «Als ich am Mittag zur Kenntnis nehmen musste, dass Dean Bittner und Luca Beeler nicht werden spielen können, machte ich mir keine grossen Hoffnungen mehr.» Bittner, der Topskorer der Näfelser, fehlte verletzungsbedingt, Luca Beeler war krank. Aber auch ohne diese beiden Spieler kämpften die gesunden Näfelser wie Löwen und stemmten sich in allen drei Umgängen vehement gegen die Satzverluste. Mit vielen Servicefehlern – im ersten Satz übertrat Pulko beispielsweise die Linie und schenkte den Luganesi so den Punkt zum 23:18 – brachten sie sich selbst um die Früchte ihrer Anstrengungen. Aber insgesamt war der Auftritt der Näfelser gut und verspricht für die Zukunft einiges. Um so mehr, als die Näfelser gegen Lugano nicht unbedingt vom Heimvorteil haben profitieren können. Für die neuen Spieler in den Reihen von Näfels war es das erste Meisterschaftsspiel in der niedrigen Halle, und wegen anderweitiger Belegung hatten die Näfelser nicht in ihrer Heimarena trainieren können, sondern nach Filzbach ausweichen müssen. Gegen Einsiedeln mag das keine Rolle spielen, gegen ein so starkes Team wie Lugano schon.

Nico Beeler mit einem wuchtigen Smash der zu einem Punktgewinn führt.