Samstag, 9. Dezember 2006; 07:07
Allgemein

Das Ostschweizer Volleyball-Derby zwischen Seat Volley Näfels und Amriswil verspricht Spannung

Von: Köbi Hefti

Am Samstag empfängt Seat Volley Näfels im heimischen SGU den TV Amriswil. Das Derby zwischen den beiden Spitzenteams aus der Ostschweiz verspricht Spannung. Näfels’ Passeur Marco Bär, letztes Jahr noch Passeur bei Amriswil, erwartet ein spannendes Spiel und hofft auf die lautstarke Unterstützung durch die einheimischen Fans.

 

Auf Seat Volley Näfels wartet am Samstag im SGU eine heikle Aufgabe. Der TV Amriswil will sich für die deutliche 1:3 Heimniederlage in der Vorrunde revanchieren. Die Thurgauer wissen, wie man Seat Volley Näfels im SGU besiegt, dies haben sie in diesem Frühjahr bewiesen, als sie die Glarner im Playoff-Halbfinal ausbooteten und erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in den Meisterschaftsfinal einzogen. In der Zwischenzeit passierte in Amriswil jedoch einiges. Es gab einige Spielerwechsel und nach nur acht Runden verliess Amriswils neuer Trainer Tony Westman den Verein auf eigenen Wunsch. Seit dieser Woche ist sein Nachfolger bekannt: Es ist Westmanns Vorgänger Baghdady, der zuvor schon viele Jahre Trainer beim Amriswil war. Er übernimmt dieses Amt ad interim.

 

Marco Bärs Vorsicht

 

Aus Sicht von Seat Volley Näfels ist etwas anderes aber viel bedeutender. Amriswils langjähriger Passeur Marco Bär spielt jetzt bei Näfels. Zum samstäglichen Ostschweizer Derby sagt er: „Es wird für uns bestimmt nicht einfach sein dieses Spiel zu gewinnen. Speziell für mich wird das eine heikle Aufgabe werden, da mich die Spieler von Amriswil und vor allem Trainer Baghdady seit acht Jahren kennen und haargenau wissen, wie ich spiele. Das Spiel überraschend zu gestalten wird deshalb für mich eine knifflige Aufgabe sein.“

 

Näfels will seine Siegesserie der letzten Wochen fortsetzen und auch am Samstag voll punkten und Tabellenleader bleiben. Nochmals Marco Bär: „Wir müssen mit Biss und der nötigen Anspannung in diese Partie gehen. Wichtig ist, dass wir uns im Kopf bewusst sind, dass dieses Spiel sehr bedeutend ist und wir uns schon am Abend vor dem Spiel darauf vorbereiten.“

 

Emotionen und das Publikum

 

Amriswil Stärken sind der Service und die Mittelblocker, während die Konstanz und die Annahme eher Probleme bereiten. So wird es für den Ausgang des Spiels sehr bedeutend sein, wie gut die Annahmen von Näfels gelingen und wie viel Druck Seat Volley Näfels mit seinem Servicespiel auf den Gegner entwickeln kann. Zuversicht ist aber angesagt, denn in dieser Saison hatte beinahe jeder Gegner grosse Mühe mit den variantenreichen Services.

 

Die Spiele gegen Amriswil waren in den vergangenen Jahren immer spannend und stimmungsvoll. Emotionen machten sich breit. Dies könnte auch am Samstag wieder der Fall sein, werden doch im SGU einige lautstarke Amriswiler Fans erwartet. Der Ex-Amriswiler Marco Bär ist optimistisch: „Das wird eine erste richtige Probe für die Zuschauer. Ich hoffe, dass unser Publikum lauter ist als die Fans aus dem Thurgau. Im Frühjahr im Playoff Halbfinal war das nicht immer der Fall, da übertönten die Amriswiler Fans manchmal alles“.

 

Am Sonntag im Cup gegen Münchenbuchsee

 

Bereits am Sonntag folgt die nächste Aufgabe für Näfels. Für das Spiel im Cup Achtelfinal reist Näfels ins Bernbiet zum VBC Münchenbuchsee. Das Team aus der NLB ist der klare Aussenseiter. Ein Sieg gegen Seat Volley Näfels wäre eine kleine Sensation. VBC Münchenbuchsees Spielertrainer und Passeur Michael Müller Lieblingsspruch aber zeigt, dass die Glarner auch dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

 

Meisterschaft 11. Runde:

SEAT Volley Näfels – TV Amriswil                       

Samstag, 9.12.2006, 17:00, linth-arena SGU

1.SR: Grzybek Janusz

2.SR: Schürmann Philippe

 

Swiss Cup 1/8 Final:

VBC Münchenbuchsee - SEAT Volley Näfels

Sonntag, 10.12.2006 16:00, Sekundarschule Münchenbuchsee