Das lang ersehnte Erfolgserlebnis der Volleyballer aus Näfels
Im PAX Volley Cup darf SEAT Volley Näfels weiterhin von der Titelverteidigung träumen. Im Achtelfinal gab es einen 3:1 Sieg gegen Raiffeisen Sursee. Als Passeur stand erneut Marco Gygli im Einsatz. Sein variantenreiches und erfrischende Spiel überzeugte.
Bild: mü-Jubelszenen wie diese sah man endlich wieder so häufig wie sich das die Zuschauer in der linth arena von früher gewohnt waren. Ein unterhaltsames Spiel und mit dem Sieg bewahrte sich die Mannschaft die mögliche Verteidigung des Schweizer Cups
Endlich hatte Teammanager Ruedi Gygli nach einem Spiel Grund zur Freude. Schon im Meisterschaftsspiel am Samstag gegen Münsingen sah er trotz der 1:3 Neiderlage einen klaren Aufwärtstrend: "Bereits gestern spielten wir gut. Doch Münsingen spielte den besten Match der Saison. Wir verkauften uns jedoch gut und diese positive Erfahrung haben wir mit ins heutige Spiel mitgenommen."
Der Start ins Spiel gelang Näfels wie schon lange nicht mehr. Die Glarner distanzierten die Gäste deutlich, nicht zuletzt dank drei direkten Blockpunkten. Zudem agierte Sursee anfänglich fehlerhaft. Eine komfortable 8:2 Führung war das Resultat. Diesen Vorsprung hielt Näfels bis zum Stand von 20:13. Dann folgte ein kurzer Durchhänger von Näfels, der den Gästen ein Aufholen bis zum 20:17 ermöglichte. Doch die Glarner vermochten dieses Luzerner Strohfeuer zu löschen und verwertete den ersten Satzball zum 25:20.
Flatterbälle entzauberten Sursee
Der zweite Satz begann sehr ausgeglichen. Sursee blieb dran, bis Passeur Gygli zum Service kam und die Entscheidung in diesem Satz einläutete. Seine Flatterbälle stellten die Annahme der Gäste vor unlösbare Probleme. Mit drei direkten Servicewinnern trug er massgeblich zu 13:6 Führung bei. Näfels liess sich die Butter in der Folge nicht mehr vom Brot nehmen und verteidigte den Vorsprung souverän zum 25:19 Satzgewinn. Näfels' Trainer Michel Bolle war mit den beiden ersten Sätzen sehr zufrieden: "Das Team zeigte einerseits 150-prozentigen Einsatz, anderseits konnte das Team die Taktik praktisch millimetergenau umsetzen."
Nach der Pause kam Sursee frisch gestärkt aufs Feld zurück. Nach dem 0:2 Rückstand hatte es nichts mehr zu verlieren, legte vor allem bei den Annahmen zu und riskierten mehr. Näfels dagegen liess etwas nach. Meist führten die Gäste. Näfels stemmte sich zwar gegen diesen Satzverlust, konnte gar in Führung gehen, doch dann geschah das, was in den letzten Spielen schon zu oft passierte. Die ausländischen Leistungsträger machten Fehler, die von einem Profi einfach nicht gemacht werden dürfen. Eine ganze Serie solcher Blackouts führte zu sechs Sursee-Punkten und brachte die Luzerner vorentscheidend mit 20:15 in Front. Am Ende gewann Sursee den dritten Umgang mit 25:22.
Satzverlust ohne Konsequenzen
Dieser Satzverlust löste bei den Spielern von Näfels keine Verunsicherung aus. Das Team startete überzeugend in den vierten Satz. Es legte rasch einige Punkte vor und führte mit 9:5. Aber Sursee vermochte nochmals einen Gang höher zu schalten, verteidigte sich brillant und fand wieder Anschluss. Kein Team war danach in der Lage sich abzusetzen. Vom 10:10 bis zum 18:18 herrschte immer wieder Gleichstand. Dann gelang SEAT Volley Näfels in diesem typischen Cup Fight drei Breaks in kurzer Zeit, was zur 22:19 Führung führte. Wie Du mir so ich dir sagten sich aber die Spieler von Sursee. Auch ihnen gelang es, das Sideout von Näfels zu durchbrechen. Sursee kam zu zwei Satzbällen, welche Näfels mit gelungenen Sideouts abwehrte. Das Ende des Spiels war dann mit unschönen Szenen verbunden. Sursee Passeur Milanez und Mittelblocker Büschi blockten gleichzeitig einen Ball, der danach ins Out flog. Der Schiedsrichter entschied, dass der Luzerner den Ball zuletzt berührt habe und gab den Punkt Näfels. Dieser "100-prozentige Fehlentscheid", wie es alle Luzerner aber auch einige Glarner nannten, brachte die Luzerner derart in Rage, dass sie dafür noch eine Verwarnung kassierten, was gleichbedeutend mit einem Punkt für Näfels war. Damit waren der Satz und das Spiel zu Ende. Näfels gewann den Satz mit 27:25 und das Spiel mit 3:1, ohne je einen Matchball gehabt zu haben.
Herausragender Marco Gygli
Die Erleichterung bei dem Spielern war riesig. Captain Sutter: "Mit diesem Sieg ist eine Riesenlast von uns gefallen. Wir wussten, dass wir nicht verlieren dürfen. Ein enormer Druck lastete auf uns. Jetzt haben wir aber das ersehnte Erlebnis eines Sieges. Das ist sehr wichtig für die Köpfe und die nächsten Spiele."
Der Mann des Spiels war aber Marco Gygli, der anstelle von Bedrac als Passeur im Einsatz stand. Er überzeugte mit seinem variantereichen Kombinationsspiel und wurde zu Recht als MVP ausgezeichnet. Entsprechend zufrieden war er. Doch er stellt vor allem seinem Team gute Noten aus: "Das war eine gute Leistung des ganzen Teams. Ich verstand mich mit allen Spielern sehr gut. Andy Sutter und Vinicius spielten sehr gut, dazu klappte auch das Spiel in der Mitte mit Miller und Roman Sutter gut."
Matchtelegramm:
Näfels, linth-arena SGU, 9.12.2007, 14:30
Spieldauer: 90 Minuten
Zuschauer: 300
SEAT Volley Näfels - VBC Raiffeisen Sursee 3:1 (25:20, 25:19, 22:25, 27:25)
SEAT Volley Näfels: Gygli (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Vinicius, Roman Sutter, Joelson, Miller, Büschi, Christoph Suter, Trainer: Michel Bolle
VBC Raiffeisen Sursee: Milanez (Passeur), Nevosad (Captain), Morgenthaler (Libero), Emmenegger, Dailey, Zurgilgen, Landa, Studer, Sharma. Trainer: Zohar Itzhaki
1. SR: Flückiger Adrian
2. SR: Toma Gianbattista



























































































