CS Chênois Routine wog für Näfels zu schwer
SEAT Volley Näfels verlor erstmals in dieser Saison mit 1:3 gegen Chênois. Die Routine der Genfer machte den grossen Unterschied in einem guten Spiel aus. Trotz der Niederlage wusste aber auch das Spiel von Näfels zu gefallen.
Vor dem Spiel meinte der Präsident Klaus Görauch: "Ich bin erstmals kribbelig. Es werden Erinnerungen an alte Titelkämpfe wach. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft einen guten Match spielt und gewinnt."
Gelungener Start
Näfels startete nicht gut in diese Partie. Probleme bei der Annahme, zuwenig Durchschlagskraft bei den Angriffen führten zum schnellen 1:4 Rückstand. Aber auch Chênois vermochte nicht richtig zu überzeugen. Die Einheimischen fanden in der Folge den Tritt schneller, konnten die Fehlerquote reduzieren und gingen in Führung. Druckvolle Services von Andy Sutter und Gaft bereiteten den Genfern Mühe und erlaubten Näfels erstmals mit mehr als einem Punkt in Führung zu gehen. Chênois kämpfte sich wieder heran und hielt das Spiel bis zum Satzende völlig offen. Näfels verwertete aber den 2. Satzball durch ein Ass von Captain Sutter zum 26:24.
Einstand von Bruno nach Mass
Bis zum ersten technischen Time-out klappte bei beiden Teams das Sideout sehr gut. Lediglich je ein direkter Servicepunkt bei eigenem Aufschlag durchbrach das Sideout. Allerdings fiel in dieser Phase die grosse Zahl der Eigenfehler bei den Glarnern auf. So ging Chênois erstmals deutlich mit 11:7 in Führung. Trainer Carvalho reagierte mit einem Time-out und einem Doppelwechsel. Für Brander und Bedrac kamen Gygli und Bruno. Diese Massnahmen zahlten sich sofort aus. Das Spiel der Glarner bekam wieder Fahrt und erlaubte ihnen, den Rückstand wettzumachen. In dieser Phase glänzte der eben eingewechselte Bruno nach seiner langen Verletzungspause mit einigen herrlichen Punkten. Aber erneut konterten die Romands nach dem 19:19 Ausgleich mit drei Punkten in Folge. Dieser Rückstand war eine zu grosse Hypothek und so brachten die erfahrenen und abgeklärten Genfer den 2. Satz sicher mit 25:22 ins Trockene.
Zum dritten Satz liess Carvalho wieder Bedrac als Passeur agieren. Beide Teams spielten zu Beginn druckvoll und liessen den gegnerischen Verteidigungen kaum eine Abwehrchance. Dank drei Fehlangriffen der Näfelser innert kürzester Zeit ging Chênois mit 8:6 in Front.
Routine schlägt Jugend
Doch Näfels liess sich dadurch nicht nervös machen, agierte gut und zog an den Genfern vorbei bis zum 22:19. Gefährliche Services von Spielertrainer Cuko führten aber zum erneuten Gleichstand. In der Folge spielten die Genfer ihre ganze Routine aus und wehrten einen Satzball von Näfels ab. Mehr noch, sie gingen in Führung und kamen gleich zu mehreren Satzbällen. In dieser Phase liessen die Glarner zu viele sich bietende Chancen aus. Den vierten Satzball verwertetem die Genfer zum glücklichen Satzgewinn von 29:27.
Unglaublich ausgeglichen wogte das gute und spannende Spiel auch im 4. Satz hin und her. Bei Näfels standen anstelle der Gebrüder Sutter Tchello und Brander auf dem Platz. Nur selten konnte ein Team mehr als einen Punkt in Folge verbuchen. So war das Score stets ausgeglichen bis zum Stand 16:17.
Passeur mit Servicequalitäten
Dann kam bei Chênois Passeur Wayrinski zum Service. Schon während des ganzen Spiels gelang es ihm immer wieder die gegnerische Annahme in Bedrängnis zu bringen. So war es auch diesmal. Mit sieben Punkten in Folge zogen die Gäste an den hilflos wirkenden Gastgebern vorbei. Chênois gewann den Satz mit 25:17 zu deutlich und damit das mit 3:1 Sätzen.
Die Freude von Klaus Görauch war gewichen: "Nach dem dritten Satz hörte mein Kribbeln auf. Ich bin enttäuscht. Einzelne Spieler spielten in den entscheidenden Momenten zu wenig clever." Auch Teammanager Ruedi Gygli sieht den Grund der Niederlage ähnlich: "Die Routine der erfahrenen Genfer war matchentscheidend. Unsere Fehlerquote war zu hoch und die Big Points haben nicht wir gemacht."
Matchtelegramm:
linth-arena sgu 22.10.2008, 20:00
Spieldauer: 109 Minuten
Zuschauer: 440
SEAT Volley Näfels – CS Chênois 1:3 (26:24, 22:25, 27:29, 17:25)
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Gaft, Brander, Silvio, Roman Sutter; Gygli, Bruno, Brander, Christoph Sutter, Pfister, Tchello, Trainer: Leo Carvalho
Chênois: Warynski (Passeur, Captain), Fellay (Libero), Tomasik, Abramoff, Francini, Cuko, Grün; Voirol. Trainer: Dritan Cuko, Coach: Michel Georgiou
1.SR: Stanisic Sascha
2.SR: Schürmann Philippe



























































































