CS Chênois dominierte gegen Näfels deutlich
SEAT Volley Näfels verlor erstmals in dieser Saison ohne Satzgewinn (16:25, 23:24, 20:25) und enttäuschte wohl auch deshalb, weil Captain Sutter verletzt fehlte. Nach dieser Niederlage gegen CS Chênois warten die Glarner weiterhin auf den ersten Sieg gegen ein Spitzenteam seit der vorletzten Saison.
Seat Volley Näfels trat ohne den an der Hüfte havarierten Andy Sutter in Genf gegen CS Chênois an. Der Aargauer wird in diesem Jahr kaum nochmals zum Einsatz kommen. So blieb ihm in Genf lediglich die Rolle des Statistikers. Coach Carvalho musste deshalb sein Team umstellen. Brander spielte an Sutters Stelle als Annahmespieler und Bruno agierte seit langer Zeit wieder einmal von Beginn an auf der Diagonale. Zudem setzte Coach Carvalho auf Marco Gygli als Passeur, der dazu auch noch das Captain-Amt von Andy Sutter übernahm.
Ein entspanntes und lockeres Chênois dominierte Seat Volley Näfels im ersten Satz. Die Gäste aus dem Glarnerland waren nie in der Lage, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Zu ungenau waren die Annahmen. Chênois servierte konstant auf Brander, dem die mangelnde Erfahrung auf dieser Position deutlich anzusehen war. Aber auch in allen anderen Belangen war das Spiel der Glarner nicht zufriedenstellend. So ging der erste Satz ohne Wenn und Aber mit 25:16 an die Genfer.
Aufholjagd jäh gestoppt
Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild etwas, obwohl das Resultat bis zur Satzmitte kein Grund zur Freude war. Näfels lag 4:8 und 10:16 scheinbar aussichtslos im Rückstand. Carvalho reagierte und machte dasselbe wie schon in den beiden letzten Spielen. Er wechselte den Passeur und einen Angreifer aus. Ivan Bedrac spielte auf der Position von Gygli und Tchello kam für Brander als Annahmespieler. Diese Wechsel brachten endlich Schwung ins Spiel und Punkte in Serie für Näfels. Es holte einen fast uneinholbaren Rückstand auf und kam sogar bei 23:23 zum Ausgleich. In dieser Phase wusste Tchello Duarte wie bereits in den letzten Spielen als echter Universalspieler zu überzeugen. Aber auch Gaft und Brander spielten in dieser Phase so, wie es von ihnen erwartet wird. Doch zu mehr reichte es nicht und die Gastgeber holten sich mit einem Block-out und dank einer missglückten Annahme von Näfels die beiden nötigen Punkte zum Satzgewinn.
Handicap wog zu schwer
Zum dritten Satz liess Carvalho das Team nach der erfreulichen Aufholjagd gegen Ende des zweiten Satzes mit Bedrac und Tchello einlaufen. Zu Beginn führte Näfels erstmals in diesem Spiel. Doch die 8:6 Führung verwandelte sich innert Minuten in einen 13:16 Rückstand. Dieses Handicap vermochte Näfels bis zum Satzende nicht mehr wettzumachen. Zu wenig überraschend, zu wenig clever war das Spiel der Glarner, um das routinierte Team aus Genf in Bedrängnis zu bringen. Mit 25:20 ging auch der dritte und letzte Satz sicher an Chênois.
Gute Einzelspieler, aber…
Damit kassierte Näfels erstmals in dieser Saison eine diskussionslose Niederlage. Das Team von Carvalho war nie in der Lage, dem Gegner die Stirn zu bieten. Der Ausfall von Captain Andy Sutter war dem Team spürbar anzumerken. "Bei Näfels habe ich gute Einzelspieler am Werk gesehen, aber ein Team war das nicht", lautete das Urteil von Chênois' Coach Michel Georgiou. "Einige Spieler, welche die Rolle des Leistungsträgers übernehmen sollten, haben mich heute erneut enttäuscht", kritisierte Team-Manager Gygli einzelne Spieler nach dieser neuerlich bescheidenen Leistung des Teams.
Matchtelegramm
Genf, CS Sous-Moulin, 29.11.2008, 18:00
Spieldauer: 74 Minuten
Zuschauer: 250
CS Chênois - SEAT Volley Näfels 3:0 (25:16, 25:23, 25:20)
Chênois: Warynski (Passeur, Captain), Fellay (Libero), Tomasik, Abramoff, Francini, Cuko, Grün, Asmar; Francini, Voirol, Dronsart
Trainer: Dritan Cuko, Coach: Michel Georgiou
SEAT Volley Näfels: Gygli (Passeur, Captain), Werner (Libero), Gaft, Silvio, Brander, Roman Sutter, Bruno; Bedrac, Tchello; Trainer: Leo Carvalho
1.SR: Hottiger Peter
2.SR: Nellen Christian



























































































