CEV-CUP: SEAT Volley Näfels will den Sieg als Weihnachtsgeschenk
Das CEV-Cup Achtelsfinalspiel von heute abend ist der letzte Einsatz vor Weihnachten für die Mannschaft von SEAT Volley Näfels. Nach der klaren und auch erwarteten Niederlage im Hinspiel in Toulouse geht es im Rückspiel darum, seine Haut so teuer als möglich zu verkaufen. Vielleicht gelingt ja sogar ein Exploit, denn in diesem Spiel hat die Bolle-Truppe ja überhaupt keinen Druck und könnte also befreit und lustvoll aufspielen. Nach der schlechten Leistung gegen Chênois wäre dies ein versöhnlicher Abschluss und für die treuen Zuschauer ein schönes Weihnachtsgeschenk.
Bild: Das Team von Toulouse mit hohen Ambitionen auf die Final four im CEV-Cup
David gegen Goliath
Man kann aber ganz sicher davon ausgehen, dass die Mannschaft aus der Haute Garonne nicht ins Glarnerland kommt um irgendwelche Geschenke zu verteilen. Die Französische Profi-Liga ist eine der besten in ganz Europa. In der Pro A-Serie spielen 14 Mannschaften um den Titel eines französischen Meisters und nach neun Runden steht Toulouse auf dem fünften Rang der Tabelle. Bei der Suche nach Gemeinsamkeiten im Bezug auf das Niveau und die Infrastruktur würde man zwischen den Süd-West-Franzosen und den Glarnern nicht fündig. Allein vielleicht die Tatsache, dass beide Teams dieses Spiel nach einer Niederlage in der letzten Meisterschaftsrunde in Angriff nehmen, könnte eventuell noch als gemeinsamer Nenner herbeigezogen werden. Mit der Heimniederlage gegen Montpellier hat sich Toulouse zwischenzeitlich von der absoluten Spitze verabschiedet.
Golden Set als Entscheidung?
Gewinnt Näfels dieses Spiel, kommt es zum Golden Set. Dieser Entscheidungssatz wird auf 15 Punkte ausgetragen und der Sieger dürfte es wohl in den Viertelsfinals mit Roma Volley (It) zu tun bekommen. Die Italiener waren die einzigen welchen es gelang im Hinspiel einen Auswärtssieg zu landen und es müsste in Rom viel passieren, ginge der einzige italienische Vertreter im CEV-Cup nicht als Sieger vom Platz. So reizvoll es auch wäre gegen einen Serie A-Vertreter aus Italien zu spielen, vorerst denken die Spieler um Captain Andy Sutter wohl noch ganz an das Spiel gegen die Franzosen in deren 16-Mann-Kader nicht weniger als sechs Ausländer aus Polen, der Slowakei und der Tschechischen Republik stehen.
Noch einmal Aussprache
Nach der Schlappe gegen den CS Chênois fand eine weitere Aussprache statt in der Garderobe. Und da diese nur zwischen Spielern und Trainer ausgetragen wurde, war auch die Sprache um einiges klarer als noch vor einer Woche. Nun weiss wohl jeder im Team endgültig, was es geschlagen hat und die Phase der Gespräche müsste nun abgelöst werden durch eine neue der Umsetzung. Nun muss es endlich gelingen, all die kleinen Details umzusetzen, welche nun alle kennen und die letztendlich entscheidend sein können, dass es diesem Team gelingt auf die Siegesstrasse zurück zu kehren.
Hoffen auf ein Wunder
Man müsste schon sehr weit zurückblättern, wohl bis Anfang der neunziger Jahre wenn überhaupt, um eine Mannschaft aus Näfels zu finden, welche es geschafft hat aus 12 Meisterschaftsspielen deren sieben zu verlieren! Und trotzdem darf man nicht vergessen, dass dank dem Sieg im Cup gegen Sursee im Moment sowohl in der Meisterschaft wie im Cup noch alles offen ist. Wohl scheint es in der jetzigen Zusammensetzung eher unwahrscheinlich, dass die beiden Titel verteidigt werden können, genauso wie ein Sieg gegen Toulouse. Aber Wunder geschehen immer wieder und gerade in der Weihnachtszeit scheinen diese manchmal etwas leichter einzutreten. Ganz abgesehen davon, dass im Sport ohnehin immer alles möglich ist.
CEV-Cup 1/8-Final-Rückspiel SEAT Volley Näfels vs TOAC TUC Toulouse (Fr)
linth-arena sgu 19.12.2007, 19:30h
1.SR: Vítor Alexandre Gonçalves (Por)
2.SR: Antonio Manuel Sobral (Por)



























































































