Samstag, 6. Januar 2007; 19:22
Allgemein

CEV Cup in Anhovo (SLO): SEAT Volley Näfels vs Salonit Anhovo Kanal 0:3 (24:26, 17:25, 16:25)

Von: Köbi Hefti

Aus der Traum für ein Heimspiel gegen die Italiener aus Piacenza. Die Trauben hängen auf europäischem Niveau weiterhin zu hoch für SEAT Volley Näfels. Mit der deutlichen Niederlage gegen Anhovo hat Näfels auch heuer schon (zu) früh nichts mehr zu suchen im CEV Cup. Die Slowenen erwiesen sich auch diesmal als deutlich stärker und freuen sich ihrerseits auf das Spiel der nächsten Runde, denn es müsste schon ein kleines Wunder geschehen, sollte Amsterdam die Slowenen klar besiegen.

der Weg an die Spitze ist weiterhin lang und es gibt nur wenig Licht am Ende des Eurotunnels....




Das stimmungsvolle Spiel in der Sporthalle von Kanal begann vor rund 600 Zuschauern. Beiden Teams waren die Nervosität zu Beginn anzusehen. Die 2:0 Führung von Näfels konterte Salonit Anhovo Kanal mit vier Punkten in Serie. Doch die  Serramalera Boys fanden danach ebenfalls die Mittel, um selber zu punkten. Wie schon im ersten Spiel war es Captain Rafa, der viel zur 9:6 Führung beitrug. Doch die Slowenen liessen sich wegen dieses Rückstandes nicht aus dem Konzept bringen. Sie konterten und glichen aus. Näfels Sideoutspiel war in dieser Phase zuwenig gut, die vorhandenen Chancen wurden nicht konsequent genutzt. Beim Stand von 14:14 war es einmal mehr Mittelangreifer Osias, der mit vier Punkten in Folge für die 18:15 Führung von Seat Volley Näfels sorgte.

 

Spannender erster Satz

Aber die Einheimischen liessen sich erneut nicht beirren. Ganz im Gegenteil. Sie riskierten beim Service noch mehr und setzten so Näfels unter enormen Druck. Die Folge davon waren zwei Servicewinner und der erneute Ausgleich von Salonit. Doch dank zwei Fehlern der Slowenen ging Näfels gegen Satzende nochmals mit zwei  Punkten Vorsprung in Führung. Doch auch diesmal nutzte Näfels diese Chance nicht und musste den Ausgleich nach einer missglückten Annahme hinnehmen. In der Halle wurde die Stimmung immer besser. Die Zuschauer unterstützten ihre Mannschaft lautstark. Den ersten Satzball beim Stand von 23:24 wehrten die Glarner ab. Doch dann zog der slowenische Trainer einen Trumpf aus seiner Tasche. Er wechselte beim 2. Satzball den zweiten Passeur, ein starker Servicespieler, ein. Mit Erfolg, Vidic servierte ein As und sorgte so für die Entscheidung. Salonit Anhovo gewann den ersten Satz, der auf einem sehr hohen Level stand, in welchem beide Teams für spektakuläre Ballwechsel sorgten, knapp mit 26:24.

 

Dem Gegner an den Fersen

Der zweite Satz begann ausgeglichen. Seat Volley Näfels lag aber immer leicht im Rückstand. Die Glarner versuchten nun noch etwas druckvoller zu spielen und so dem Gegner das Kombinationsspiel zu erschweren. Dies gelang aber nicht wie gewünscht, während der Leader der slowenischen Meisterschaft weiterhin druckvoll und zuverlässig agierte. Vor allem bei den Services war in diesem Satz ein grosser Unterschied auszumachen. Trotzdem blieb Näfels aber dem Gegner bis zum 11:13 und 15:18 einigermassen an den Fersen. Doch danach setzte sich Salonit immer deutlicher durch. Einerseits waren die Annahmen bei der Serramalera-Truppe weiterhin zu wenig stabil, anderseits waren auch die Angreifer in dieser Phase zu oft nicht erfolgreich, brachten den Ball nicht zu Boden. Zudem spielte Salonit Anhovo sehr kaltblütig, nutzte jede Chance und beging kaum Fehler. So lautete das deutliche Verdikt zu Gunsten des favorisierten Salonit Anhovo am Ende klar und eindeutig 25:17.

Der Widerstand war gebrochen 

Dieser deutliche Satzverlust knickte offensichtlich die Hoffnung bei Näfels. Ganz anders Salonit Anhovo, das sich in einen wahren Spielrausch steigerte. Vor allem die  Angreifer Berdon und Kovacic – beide waren schon massgeblich am Gewinn der  beiden ersten Sätzen beteiligt – wurden vom über 2 Meter grossen Passeur Vincic optimal eingesetzt und konnten so ihre Klasse Mal für Mal aufblitzen lassen. Näfels hatte dem nichts entgegen zu setzen. Resignation machte sich breit. Während Salonit alles zeigte was zu attraktivem Volleyball gehört, gelang Seat Volley Näfels praktisch nichts mehr. Mit 25: 16 ging auch der dritte Satz klar an die Slowenen.