CEV-Cup: Dank Polizeieskorte sicher im Hotel angekommen
Problemlose Reise und auf den letzten acht Kilometern eine Polizeieskorte bis zum Hotel. Freundlicher Empfang und gute Unterkunft auch mit Überwachung der Polizei. Nach dem klaren Heimsieg gegen 11 Oktomvri 2005 Prilep aus Mazedonien vom vergangenen Sonntag, reiste Mannschaft und Betreuer von SEAT Volley Näfels gestern früh frohen Mutes von Zürich nach Skopje. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten sie erwartungsfroh Prilep, mit seinen rund 80000 Einwohnern die sechstgrösste Stadt Mazedoniens.
Bild: rkk-Lachende Gesichter wie hier mit Joelson wollen die Näfelser auch am Samstag abend nach dem Spiel noch haben
Entgegen den allgemeinen Voraussagen, rechnet Trainer Bolle überhaupt nicht mit einem leichten Spiel. Solche gibt es auf diesem Niveau ohnehin nicht und mit der Formel des Golden Sets kann in Prilep noch alles passieren. Gewinnt nämlich der Gastgeber dieses Spiel selbst bei knappstem Ausgang, kommt es zum Entscheidungssatz über 15 Punkte. Eigentlich eine totale Lotterie, aber da alle Mannschaften in allen Europacup-Wettbewerben nach diesem System spielen, muss sich jeder Klub ganz einfach darauf einstellen. Trotz Favoritenrolle der Näfelser Volleyballer ist also noch bei weitem nichts entschieden.
Wir bleiben im CEV-Cup
Für einen Verbleib im CEV-Cup spricht, dass die Glarner das Hinspiel sicher mit 3:0 gewonnen haben und dem Gegner in allen Belangen überlegen waren. Wäre es den Spielern gelungen, während des gesamten Spiels wirklich die Bestleistung abzurufen, Prilep wäre wirklich nur noch die Rolle eines Statisten übrig geblieben. So zeigte sich denn Trainer Bolle nach dem Spiel alles andere als entzückt über die Leistung und den Spielverlauf. Aber schon drei Tage später im Spiel gegen Münsingen sah man die Näfelser Volleyballer wieder weit konzentrierter am Werk und dies erst noch gegen einen stärkeren Gegner als dies Prilep war. „Es ist gut, dass wir gegen Münsingen wirklich gut spielen und kämpfen mussten,“ meinte denn auch ein viel zufriedenerer Trainer Bolle nach dem Spiel vom Mittwoch. So habe dieses Spiel als Vorbereitung wirklich einen Nutzen gehabt und nun seien seine Spieler bereit auf alles was da kommen möge. Eher weniger optimistisch zeigte sich Manager Gygli vor dem Abflug am Unique Airport, „es handelt sich um ein Auswärtsspiel und wir wissen überhaupt nicht wie das dort ist.“ Schnell einmal könne ein Spiel auswärts kippen je nach den Umständen die dort herrschten. Vielleicht sei das Publikum sehr fanatisch und lautstark und das sind sich mindestens die Schweizer Spieler eher nicht so gewöhnt. Ganz im Gegenteil dazu die drei Brasilianer. „Je lauter es von den Tribünen tönt, desto besser spiele ich und wenn alle gegen uns sind, geht erst recht die Post ab,“ meint dazu lachend ein völlig unbekümmerter Vinicius, welcher ja bisher einer der auffälligsten Spieler war bei den Näfelsern.
Allen Grund für starkes Selbstvertrauen
„Wir gewinnen Spiel und Entscheidungssatz in Prilep,“ meinte ja Trainer Dimoski ganz bestimmt nach der soeben kassierten Klatsche in Näfels. Wieviel davon reiner Zweckoptimismus gewesen ist und wieviel wirklich auf der Kenntnis der Spielstärke seiner drei nun noch zum Team stossenden Stars beruht, wird sich schnell zeigen. Geheimniskrämerei ist kein Ding von SEAT Volley Näfels. Kluge Taktik schon viel eher. Und mit fünf aufeinanderfolgenden 3:0 Siegen kann ja das Selbstvertrauen gar nicht schlecht sein. Trainer Bolle sieht denn auch seine Mannschaft weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend. Gerade das Blockspiel und die Angriffe über die Mitte erweisen sich mehr und mehr als erstklassige Waffe um den Gegner auf Distanz zu halten. „Wir gewinnen dieses Spiel mit 3:1 und lassen uns nicht auf einen Entscheidungssatz ein.“ Diese klare Prognose machte Trainer Bolle nach dem Sieg gegen Prilep. Wer dann auch den Auftritt gegen Münsingen gesehen hat, ist geneigt daran zu glauben, dass die Glarner am Sonntag nachmittag mit einem weiteren Sieg im Gepäck wieder in Zürich landen werden. Es wäre dann der sechste in Folge und als Moralspritze gerade recht um nachher die Serie gegen Chênois, Amriswil und Lausanne in Angriff zu nehmen.
Alle wollen gegen die Franzosen ran
Wie auch immer das Resultat sein wird, ist der Einsatz im diesjährigen Europacup ohnehin noch nicht vorbei. Bei einem weiteren Sieg folgen zwei Spiele gegen ein Team aus Frankreich und bei einer allerdings nicht erwarteten Niederlage wird im Challenge Cup (ehemals Top Teams Cup) weitergespielt. Dieser Gegner würde allerdings erst nächste Woche bekannt, aber mit dem vielen Selbstvertrauen und der Spielstärke aller im Team von SEAT Volley Näfels, gibt es wohl keinen der nicht daran glaubt im Dezember nach Frankreich zu Poitiers oder Toulouse reisen zu können.



























































































