CEV-Cup Achtelsfinalspiel: Klare Niederlage aber trotzdem ein gutes Spiel
SEAT Volley Näfels – TOAC TUC Toulouse 0:3 (18:25, 22:25, 13:25) Das französische Profiteam aus Toulouse gewinnt erwartungsgemäss klar mit 3:0 gegen ein Näfelser Team welchem es aber durchaus gelang, sein Publikum in der linth arena mit schönen Spielzügen zu begeistern. Spielte das Team von SEAT Volley Näfels immer so beherzt auch in der Meisterschaft, reichte es bestimmt zu mehr als nur dem fünften Zwischenrang in der NLA.
Bild: mü-Vinicius setzte sich oft durch im Angriff wie hier gegen Passeur Boula und Mittelblocker Gendrey
Eigentlich konnten ja die Glarner Volleyballer überhaupt nichts falsch machen gegen die auf einem andern Planeten spielenden Profis aus Frankreich. Und dies merkte man von Anfang an. Lustvoll und von Druck befreit, spielten die wieder mit Passeur Gygli agierenden Näfelser munter mit und zeigten etliche schöne Spielzüge mehr, als bisher gegen manche der Schweizer Teams in der NLA. So zeigte sich auch die Annahme wieder um einiges sicherer und dies trotz der veritablen Service-Granaten, welche fast alle Toulousiens am laufenden Band auf die Näfelser Seite schossen. Die Ballverteilung durch Passeur Gygli war aber durchaus so, dass die Angreifer ihre Chancen hatten und diese oft auch nutzten. Satz eins ging ja klar verloren aber der zweite Satz zeigte schon wieder richtig gutes Volleyball auf Glarner Seite. So gelang es der Bolle-Truppe zu Satzmitte das Momentum wenigstens für einen kurzen Augenblick auf seine Seite zu zwingen. Dies ermöglichte das Aufholen eines Vier-Punkte-Rückstands zum Ausgleich bei 14 Zählern. Ja noch besser, man ging gar noch mit zwei Punkten in Führung durch schöne Angrife von Andy Sutter und Vinicius. Grund genug für Trainer Smolka ein Time-out zu nehmen. Und ganz offensichtlich zeigten des Trainers Worte Wirkung. Der Druck wurde durch den Service von Gendrey ganz massiv erhöht und innerhalb eines Augenblicks lagen die Haut Garonnais wieder vorn. Trotzdem blieben ihnen die Glaronnais aber auf den Fersen, nicht zuletzt dank den Angriffen von Vinicius, welcher in dieser Phase jeden Ball verwertete. Zu mehr als einer aufsässigen Verfolgung reichte es aber doch nicht, denn man sah deutlich wie die Franzosen ihren Druck jederzeit variieren konnten. Joelson besiegelte mit einem seiner wenigen Fehler im Angriff das Schicksal in diesem Satz und eigentlich auch im Spiel.
Die Luft war draussen
War der gute Auftritt von SEAT Volley Näfels im 2. Satz die Kür, folgte nun das Schaulaufen von Toulouse im dritten Satz. Gedanklich schienen die Schweizer mit dem Auftritt von soeben ihren Zenit bereits überschritten zu haben. In gerade mal 18 Minuten schickten die coolen Profis aus Frankreich Gastgeber Näfels unter die Dusche und zeigten damit klar, dass sie nicht in die Schweiz gekommen waren um auch nur einzigen Satz zu verlieren. So stehen sie nun unter den letzten Acht des CEV-Cups und die Glarner bereits mitten in ihren verdienten Kurzferien. „Ich freue mich sehr darauf, einige Tage mental so richtig abschalten zu können,“ meinte ein erleichtert wirkender Captain Andy Sutter nach dem Spiel.
Matchtelegramm
linth-arena sgu 19.12.2007, 19:30
Spieldauer: 65 Minuten
Zuschauer: 150
SEAT Volley Näfels – TOAC TUC Toulouse 0:3 (18:25, 22:25, 13:25)
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Gygli (Passeur) Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Christof Suter, Büschi, Joelson, Miller, Vinicius, Trainer: Michel Bolle
Toulouse: Boula (Passeur), Slavek (Captain), Clement (Libero), Pienczonka, Gendrey, Popelka, Stanek, Rafidison, Bartik. Trainer: Smolka.
1.SR: Vítor Alexandre Gonçalves (Por)
2.SR: Antonio Manuel Sobral (Por)



























































































