CEV-Cup 1/16 Finals Hinspiel: Klarer Sieg nach braver Leistung
SEAT Volley Näfels vs 11 Oktomvri 2005 Prilep 3:0 (25:21, 25:13, 25:21) Die Beobachtungen während den Trainings deutete es an, das Spiel lieferte die Bestätigung. Die Mazedonier aus Prilep konnten gegen SEAT Volley Näfels nichts ausrichten obwohl diese ausser im zweiten Satz, selbst auch keine grossen Stricke zerrissen. Doch dieser resultatmässig klare Sieg bedeutet noch lange nicht den Verbleib im diesjährigen CEV-Cup.
Bild: rkk-Die Mannschaft von Prilep gedachte in einer Schweigeminute vor dem Spiel einem ihrer letzte Woche verstorbenen Kameraden.
„Dieses Spiel haben wir verloren, aber am Samstag bei uns zuhause wird das ganz anders sein,“ gab sich Prileps’ Trainer Dejan Dimoski kämpferisch. Nach der klaren Niederlage konnte er auch nicht gross etwas anderes sagen. Er meinte aber dass dank der Unterstützung seiner heute abwesenden Spieler Bogojoski, Koleski und Najdoski im Rückspiel alles ganz anders werde. Es werden sehr viele und sehr lärmige Zuschauer anwesend sein und die halbe Stadt von 75000 Einwohnern werde für dieses Spiel mobilisiert. So glaubt er fest an einen Sieg und auch daran das anschliessend nötige Golden Set ebenfalls noch zu gewinnen.
Zu Beginn sehr ausgeglichen
„Hätten wir so konzentriert gespielt wie im zweiten Satz, lauteten auch die andern beiden Satzresultate ähnlich“, meinte ein nüchterner Passeur Bedrac nach dem Spiel. In der Tat verlief der erste Satz sehr ausgeglichen. Näfels gelang meist mit Angriffen über Position vier der sichere Punkt und dafür verantwortlich war abwechselnd Andy Sutter oder Vinicius. Die Mazedonier hielten aber bis zum Stand von 21:20 tapfer mit. Erst in der Schlussphase vermochte vor allem Büschi den entscheidenden Akzent zu setzen mit zwei Blockpunkten und dem Angriff zum Schlussresultat und einem Vorsprung von vier Punkten.
Näfels zeigt die Zähne
Den zuletzt gezeigten Schwung nahmen die Einheimischen dann in den zweiten Satz mit und zogen mit zügigem Spiel auf 11:1 davon. Nun galt es, die Konzentration zu behalten. Die Angreifer von Prilep kamen praktisch bei keinem ihrer Angriffe mehr durch und wurden Mal für Mal geblockt. Ivan Bedrac konnte nun aus dem vollen schöpfen und zog ein dem entsprechend variantenreiches Angriffsspiel auf. Ab Satzmitte konnten die Mazedonier wenigstens den Rückstand von 10 Punkten halten. Trainer Bolle brachte in diesem Satz Fabian Brander anstelle von Vinicius und Roman Sutter für Büschi und auch sie spielten sofort mit und trugen zum klaren Satzresultat bei. Der Satzball war der letzte von vielen schönen Doppelblocks, diesmal von Brander und Roman Sutter.
Näfels’ Niveau sinkt
Es gab lange Gesichter auf Seiten von Prilep. Und für Trainer Bolle bestand nun die Hauptaufgabe darin, die Konzentration seiner Spieler hoch zu halten. Man hatte sich ja zum Ziel gesetzt, dieses Spiel mit 3:0 zu gewinnen. Aber genau das stand bei Satzmitte noch gar nirgends geschrieben. Beim Stand von 13:13 brachte der Trainer Vinicius für Brander zurück ins Spiel was zumindest die Annahme wieder etwas stabilisierte. Das Knieproblem behindert den Brasilianer aber doch so stark, dass es ihm im Angriff nicht mehr gelang, an seine Leistung des ersten Satzes anzuknüpfen. Es fehlte die erneute Aufwärmephase. Prilep blieb also weiter dran, zum Teil dank verbessertem eigenem Angriff und zum Teil auch, weil nun auch die Glarner sehr oft Eigenfehler produzierten und so ihr Niveau nach unten anpassten. Beim Stand von 22:18 war aber doch so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Das Satzende nahte und als Prilep noch einmal heranzukommen drohte nahm Michel Bolle noch ein Time-out. Es sollte das letzte sein, denn durch Prileps’ Aufschlagrecht kam SEAT Volley Näfels mit Andy Sutter noch zu seinem letzten Angriff, welchen dieser sicher verwandelte. „Wir lassen uns nicht auf die Äste hinaus und gewinnen auch am Samstag in Prilep und zwar mit 3:1“, meinte der Captain nach dem Spiel. Ob er dann in der nächsten Runde gegen Poitiers oder Toulouse spielen werde, sei ihm eigentlich egal, wichtig sei der nächste Sieg und damit der Verblieb im CEV-Cup.
Ein zufriedener Trainer sieht anders aus
„Wenn wir davon ausgehen, dass wir heute lediglich 40% unserer Top-Leistung gezeigt haben, müssen die drei Spieler Prileps’ welche heute nicht hier waren, sehr gut sein um uns zu schlagen.“ Diese Aussage eines unzufriedenen Näfels-Trainers zeigt, wieviel er einerseits seiner Mannschaft zutraut und wie sehr darüber verärgert er ist, dass die Resultate in Satz eins und drei nicht viel klarer ausgefallen sind. Jeder solle nun als Hausaufgabe dieses Spiel und vor allem seine eigene Leistung ganz genau analysieren. Nur so bringe einem ein zwar klar gewonnenes Spiel auch weiter bei dem jeder weiss, wieviel besser er ja noch hätte spielen können oder müssen. „Mich nervt am meisten, dass sich die Mannschaft im Schlusssatz wieder einmal der Leistung des Gegners angepasst hat.“ Das absolute Minimum aber nicht mehr, habe sein Team zuletzt gezeigt und mit Ausnahme von Andy Sutter und Miller hätten alle und vor allem Diagonalspieler Joelson weit unter dem gespielt was sie eigentlich könnten.
linth arena sgu – 350 Zuschauer – Spieldauer 65 Minuten. SR Sinisa Isajlovic und Andrea Haas beide Austria
21-Oct-2007 | SEAT Volley Näfels – 11 Oktomvri 2005 Prilep 3:0 (25:21, 25:13, 25:21) |
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Gygli, Büschi, Brander, Joelson, Miller, Vinicius, Trainer: Michel Bolle
11 Oktomvri 2005 Prilep: Zabev (Passeur), Makreski (Libero), Zdravkoski (Captain), Todorov, Joveski, Risteski, Milanov, Rajevik, Trainer: Dejan Dimoski



























































































