Blick hinter die Kulissen von Näfels vor dem Spiel gegen Lugano
Heute Samstag spielt Näfels in der 9. Runde der Qualifikation im Tessin gegen Pallavolo Lugano. Nach dem Happy End im Spiel gegen Martigny will Näfels auch im Tessin punkten, auch wenn der Meister diesmal nicht als haushoher Favorit antritt.
Die spezifischen Vorbereitungen auf das Spiel von SEAT Volley Näfels von heute Abend in Lugano begann Trainer Bolle mit seinem Team am Mittwoch. "Ab heute gibt es nur noch ein Ziel. Das ist das Spiel gegen Pallavolo Lugano. Das ist der Sieg in Lugano", forderte er seine Mannen energisch und mit Überzeugung auf. Dann warf er nochmals kurz einen Blick zurück auf den letzten Match. "Diesmal gibt es keinen Beginn unter dem Motto 'schauen wir einmal'. Ich will nach zwei Sätzen in der Kabine keine hängenden Köpfe mehr sehen. Wir starten im Tessin mit Volldampf. Eins – zwei – drei - fertig und dann ab nach Hause. Auf diesem Niveau muss auch das Training sein", verlangt er von seinem Team.
Theorie wird zur Praxis
Nach dieser kurzen Einleitung zeigte Bolle seinen Spielern zur Einstimmung Videoausschnitte des Spiels Lugano – Münsingen vom diesjährigen Supercup. Vereinzelt gab es dazu Kommentare und Hinweise, Details, die aber sehr entscheidend sein können. Das Videostudium hat zum Ziel, dass allen die Luganesi wieder in Erinnerung sind und jedem einzelnen Spieler präsent ist, wie die Angreifer und die Verteidigung der Tessiner agieren und wie der Gegner mit Service und Annahme umgeht.
Nach dieser halben Stunde Theorie ging's weiter zum Training in die Halle. Die erste Übung war darauf ausgelegt, die Konzentration hoch zu halten. Das gelang auf Anhieb perfekt. Dann folgten Angriffsübungen, die mehr auf die Präzision zielten. Bei der anschliessenden Übung wurden Angreifer und Block gleichermassen gefordert. Die Angreifer mussten gegen den massierten Block aus sechs Möglichkeiten mindestens vier Mal erfolgreich abschliessen können. Im gleichen Stil setzte sich das Training fort. Immer wieder gab es neue Spielformen, die irgend eine Situation simulierte, wie sie in den Meisterschaftsspielen laufend vorkommen, zum Beispiel nach missglückten Annahmen oder abgewehrten Angriffen des Gegners. Die Intensität blieb hoch, ebenso die Freude der Spieler am Training.
Verspätete Taktik
Dabei ging beinahe vergessen, dass drei Spieler im Training fehlten, weil sie immer noch im Militär weilen. Michel Bolle aber weiss: "Darunter leidet das Team im Moment sehr. Im Training, aber auch bei der Vorbereitung auf das Spiel fehlen diese Spieler. Besonders schwerwiegend ist, dass auch Teamstütze und Captain Andy Sutter zu den Abwesenden zählt. Wir trainieren derzeit nur am Freitag alle zusammen." Deshalb konnte auch diesmal die Taktik erst später als üblich mit dem vollzähligen Team gestern Abend besprochen werden, als auch die Militaristen Sutter, Brander und Gygli wieder in der Halle waren. Gelingt es allen Spielern die Begeisterung und Konzentration des Trainings mit über den San Bernardino zu nehmen, so wird in Lugano ein feuriges Team gegen die Dragons zu sehen sein.
Meisterschaft 9. Runde:
Lugano, Palamondo, 24.11.2007, 18:00
1.SR: Christoffel Patrick
2.SR: Flückiger Adrian



























































































