Freitag, 7. März 2014; 06:00
NLA

Biogas Volley Näfels verliert in Schönenwerd 1:3

Von: Köbi Hefti

Im letzten Spiel der Playoff-Hinrunde bezwang der beherzt kämpfende TV Schönenwerd Biogas Volley Näfels mit 3:1: (25:23, 25:19, 33:35, 25:23). Bei Näfels passte einiges nicht so zusammen, wie es hätte sein müssen. Um im Play-off Rennen zu bleiben, muss am Samstag Näfels gegen denselben Gegner Revanche nehmen

 

Es war kein Abtasten zu Beginn dieses Spiels zu beobachten. Beide Teams versuchten schnell und clever zu spielen. Dies gelang nicht immer wunschgemäss. Bis zum ersten Time-out waren insgesamt fünf direkte Blockpunkte zu sehen. Bei den Timeouts führte Schönenwerd jeweils knapp mit einem Punkt Vorsprung. Nach dem zweiten Unterbruch war das Spiel von zahlreichen Servicefehlern geprägt, so dass kaum Spielfluss aufkam. Schönenwerd kam bei 24:23 zu einem Satzball, welchen es mit einem direkten Blockpunkt nach einem Näfelser Mitte-Angriff verwertete.

Der zweite Umgang sah zum Auftakt ein starkes Schönenwerd und ein Näfels, das den Tritt nicht fand. Auch die Wechsel von Beeler zu Martinez und später von Milanez zu Gygli  brachten nicht den erhofften Umschwung. Mit 8:5 und 16:10 dominierten die Einheimischen. Erst als die Entscheidung beim Stand von 21:13 längst gefallen war, griff auch Näfels wieder ins Spiel ein und begann erfolgreich anzugreifen, verbuchte einige sehr schöne Punkte. Das war gut zwar fürs Vertrauen, aber in diesem Satz nur noch Resultatkosmetik. Am Ende ging auch der zweite Satz mit 25:19 an den TV Schönenwerd.

Sieben Matchbälle abgewehrt
Im dritten Satz agierte Näfels mit Gygli als Passeur besser, während die Platzherren nicht mehr derart souverän wirkten wie noch in den ersten beiden Umgängen. Oft versuchten es die Solothurner mit Finten, was nicht besonders erfolgreich gelang und Näfels Konterangriffe erlaubte. So ging Näfels erstmals in diesem Spiel wirklich in Führung. Beim zweiten Time-out stand es 16:14. Doch die tolle, laute Stimmung in der Halle beflügelte das Team von Captain Jan Schnider immer mehr. Dazu lief Leandro Gerber zur Hochform auf. Näfels fand gegen seine Angriffe und jetzt auch gegen seine Finten kein Mittel. Doch Schöni konnte keinen seiner sieben Matchbälle verwerten, obwohl die Leute längst standen und die Halle kochte. Näfels holte sich den Satz mit viel Einsatz und auch dem nötigen Glück mit 35:33.

Die Zuschauer standen wie eine Wand hinter Schöni
Ähnlich umstritten ging es weiter – zuerst mit leichten Vorteilen für das Team von Polak, dann aber ging Schönenwerd mit 8:7 in Führung. Danach aber riss der Faden bei den Platzherren kurz, kaum ein Angriff gelang wunschgemäss. Näfels erhöhte die auf 14:9. Doch wenig später passierte dasselbe bei Näfels. Bei 19:19 war Gleichstand und Spannung pur in der Halle. Das Publikum unterstützte sein Team überaus lautstark, feuerte es mit vollen Kräften an. Dies motivierte die motivierten Platzherren noch mehr. Bei 24:22 kam der TV Schönenwerd zu seinen beiden nächsten Matchbällen. Den ersten wehrte Näfels ab, den zweiten aber nutze der TV Schönenwerd mit einem satten Angriff zum 25:23 und damit zum 3:1-Sieg.

Der TV Schönenwerd kämpfte mit sehr viel Herz, verdiente sich diesen Sieg. Näfels dagegen hatte nie den Lauf, den es noch gegen Lugano hatte. Bereits am Samstag kann sich Biogas Volley Näfels im Rückspiel gegen Schönenwerd revanchieren. Um im Rennen für den Play-Off Final zu bleiben, ist ein Sieg Pflicht.

Matchtelegramm
Erlimatt, Däniken, 5. März 2014, 20:00
Spieldauer  124 Minuten
Zuschauer: 320

Schiedsrichter: Wolf Christian, Dzankovic Senad

TV Schönenwerd  – Biogas Volley Näfels 3:1 (25:23, 25:19, 33:35, 25:23 )

TV Schönenwerd
Startformation: Giger (Passeur), Heimgartner (Libero), Schnider (Captain), , Malicki, Hänggi, Peterlin, Gerber
Dervisaj (Passeur), Hagenbuch (Libero), Bossart, Eichenberger, Brander
Coach: Bujar Dervisaj, Assistent: Marco Fölmli

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Milanez (Passeur), Sutter (Libero), Pulko, Alexander, Beeler, Ehrat, Martinez
Büsser (Captain), Gygli , Bittner
Trainer: Dalibor Polak, Assistant: Mani Müller

Näfels Spieler zeigten in Schönenwerd nicht ihr bestes Gesicht