Dienstag, 31. Dezember 2013; 11:09
NLA

Biogas Volley Näfels‘ Spieler auf dem Prüfstand des Trainers

Biogas Volley Näfels darf mit viel Zuversicht in das neue Jahr steigen. Die Mannschaft überzeugt seit Wochen. Trainer Dalibor Polak kann auf sehr starke Spieler zählen, für die er fast nur lobende Worte findet.

 

Für Trainer Dalibor Polak ist eine starke Verteidigung ein Schlüsselfaktor seiner Taktik. Nach dem Rücktritt des langjährigen Libero Daniel Werner, setzte man in Näfels für diese Schlüsselposition auf Manuel Sutter. Der Trainer beschreibt Neo-Libero Sutter: „Er ist ein guter, freundlicher Junge. Er arbeitet sehr viel, gibt immer 100%, auch im Training. Er hat gelernt, wie man in der NLA spielen muss. Er macht dies alles sehr gut.“ Auch neben dem Spielfeld hat Sutter eine neue Qualität ins Team gebracht, verrät Polak schmunzelnd: „Er ist unser Mode-Mann, der uns auf dem Laufenden hält, was in ist.“ 

Tierisch stark
Auch über Bittner und Alexander, die beiden nominell wichtigsten Zuzüge von Biogas Volley Näfels, findet Trainer Polak praktisch nur positive Worte. Dean Bitter, der Diagonalangreifer und Nachfolger von Polak auf dieser Position, beschreibt der Trainer als sehr ruhigen Typen, der diesen Sport ausgezeichnet kennt. Polak ergänzt: „Bittner spielt zwar nicht immer gut, doch wenn es nötig und entscheidend ist, dann macht er die Punkte. Er ist für uns die Versicherung.“ Auch das Urteil über Bittners Wegefährte aus der Studienzeit in Los Angeles, Daniel Alexander, fällt sehr positiv aus. Polak: „Er ist bärenstark, sehr schnell und hat ein gewaltige Sprungkraft. Er geht wie ein Tier. Ich warte aber immer noch darauf, dass er in den Spielen so draufhält, wie er dies im Training tut. Er ist ein Super-Typ, hört sehr genau hin, was ich sage.“ Und schmunzelnd ergänzte Polak, dass es schon vorkomme dass er Alexander nicht verstehe, wenn dieser richtig Fahrt komme und so schnell „Kalifenglisch“ spreche, dass er ihn einfach nicht verstehe...

Der Ball als Spielzeug
Deniz Milanez, der als Trainer des 1.Liga Teams und Passeur der NLA-Mannschaft zwei Jobs bei Näfels hat, kam bisher oft zum Einsatz. Polak über Milanez: „Er ist gleich alt wie ich, er macht jedes Training mit und gibt immer 100%. Er kennt seinen Körper sehr gut und weiss, was er braucht. Er ist ein Vollprofi.“ In den bisherigen Begegnungen hat Milanez oft Bälle aus dem Ärmel gezogen, die für die Gegner nicht berechenbar waren. Polak meint dazu: „Er ist eben ein Brasilianer. Egal was wir machen, der Ball ist für ihn einfach ein Spielzeug.“

Fabian Martinez, der junge Venezolaner, ist für Polak ebenfalls ein sehr wichtiger Spieler, weil er sowohl auf Annahme/Aussen wie auch als Diagonalangreifer einsetzbar ist. Polak ist von den Fähigkeiten des Latinos überzeugt und sagt: „Zuletzt spielte er oft und gut. Vor allem seine Annahmen sind stark. Er kennt keine Angst, hat eine gute Technik und ist sprungstark. Er ist aber noch jung, muss noch lernen.“

Besser und besser
Neben den neuen Spielern sind auch die bisherigen Akteure zentrale Stützen der jüngsten Erfolge von Näfels. Polak lobt: „Nico Beeler war lange unser Topscorer. Er spielt so gut wie noch nie. Er ist äusserst konstant und ein sehr wichtiger Spieler für uns. Er liebt den Ball und dies hilft ihm, um immer wieder unerwartete Angriffe zu lancieren.“ Auch der andere Junge, Samuel Ehrat, kommt bei der Beurteilung durch den Trainer gut weg: „Er spielt seit Anfang der Saison gut, hat aber noch Reserven beim Blocken. Er muss die Technik, vor allem die Stellung der Hände, noch verbessern. Aber auch er ist sehr schnell und sein Auge fürs Spiel zeichnet ihn aus. Er liest das Spiel sehr gut.“

Der aktuelle Topscorer im Team heisst Zlatko Pulko. Wenn bei ihm das Selbstvertrauen stimme, so Polak, sei der Slowene super. Polak weiter: „Er springt sehr stark. Auch im Training gibt er immer vollen Einsatz. Dies hört man auch, ist er doch dabei sehr laut. Pulko ist wirklich sehr stark und spielt immer besser und besser.“

Polak Helfer auf und neben dem Spielfeld
Marco Gygli, der Zuspieler neben Milanez, ist für Polak ebenfalls eine sehr wichtige Teamstütze, nicht nur auf, sondern auch neben dem Spielfeld. Dalibor Polak erklärt: „Er hat sich dieses Jahr verbessert, vor allem mental. Er ist taktisch sehr stark, kennt die Geheimnisse des Volleyballs, aber manchmal fehlt ihm die Präzision etwas. Er ist stets positiv eingestellt. Daneben unterstützt er mich in organisatorischen Belangen sehr, wo er meine rechte Hand ist.“

Von den Stammspielern kam bisher Captain Thomy Büsser am wenigsten zum Einsatz. Für ihn sei dies nicht so einfach, sagt Polak, aber Büsser verstehe, weshalb er nicht so oft spiele. Trotzdem ist der Captain für den Trainer ebenfalls sehr bedeutend. Er begründet: „Thomy Büsser macht im Training immer gute Laune. Solche Spieler braucht man im Team. Er ist der Captain und hilft und unterstützt mich ebenfalls.“

Mit zum Team gehören auch noch die beiden Joner Luca Beeler und Gian-Reto Riedi. Beide spielen hauptsächlich mit Jona in der NLB, trainieren aber regelmässig mit Näfels, was für den Trainingsbetrieb sehr nützlich ist.

Mit diesem Team, das auf und neben dem Platz einen sehr geschlossenen Eindruck erweckt, will sich Näfels auch 2014 behaupten und die Rolle als erster und einziger Verfolger von Lugano festigen.

Viel Grund zum Gratulieren: Trainer Dalibor Polak weiss fast nur Gutes über seine Spieler zu erzählen.