Biogas Volley Näfels serviert Einsiedeln mit 3:0 ab
Biogas Volley Näfels wartete in Einsiedeln mit einer konzentrierten Leistung auf. Die Glarner siegten im Eiltempo und mit starken Services in Federer Manier 3:0 (25:11, 25:17, 25:11).
„Dass wir heute am Service derart stark waren, habe ich nicht erwartet – das war super. Aber nicht nur der Service, die Leistung des ganzen Teams, angeführt von einem brillanten Fabian Martinez und dem starken Reto Giger, war ausgezeichnet“, meinte Dalibor Polak zur Machtdemonstration seines Teams gegen Einsiedeln. Das Spiel war jeweils nur am Anfang der ersten beiden Sätze ausgeglichen. Danach gab es kaum Widerstand der Platzherren. Die Schwäche der Einsiedler spiegelt sich auch in den gewonnenen Punkten nach dem ersten Timeout über alle drei Sätze zusammen wider: nur 14 Punkte erspielten sie sich selber, dazu kamen noch neun unforced errors von Näfels.
Klasse-Demonstration
Nach 63 Minuten war das Spiel bereits zu Ende. Biogas Volley Näfels gewann 3:0 (25:11, 25:17, 25:11), so klar lange wie nicht mehr. Die Näfelser waren in allen Belangen klar stärker als Einsiedeln, welches gemäss Dalibor Polak sein Team nie richtig fordern konnte.
Selbst als der Trainer einige Stammspieler vom Feld nahm, damit alle Spieler Spielpraxis sammeln konnten, änderte sich am Spielverlauf wenig. Näfels drückte, Einsiedeln versuchte zu verteidigen. Zur körperlichen Überlegenheit von Näfels kam auch noch die Klasse der Spieler zum Tragen. Als Beispiel sei hier der Satzball im zweiten Satz erwähnt, als Näfels einen Angriff der Einsiedler nur knapp abwehren konnte und der Ball mehr schlecht als recht zu Konrad Formela kam, der jedoch genau sah, wo bei Einsiedeln das Loch war, welches er mit einem Zehnfingerpasse perfekt traf.
Gefühlte 20 Service-Asse
Für einen Einsiedler war dieses Spiel ein ganz besonderes. Pascal Wunderle, der Ur-Näfelser, spielte erstmals in einem Ernstkampf gegen seinen Stammverein. „Ich habe mich sehr auf diesen Match gefreut. Es war super cool. Schade nur, dass wir nicht mithalten konnten, doch dies trübt meine Freude kaum“, beschrieb er seine Gemütslage. Sie hätten jeweils am Anfang der Sätze recht gut mithalten können, analysiert Pascal Wunderle und ergänzt: „Dann kam jeweils Fabian Martinez zum Service und haute uns gefühlte zwanzig Asse rein.“
Amüsantes Bruder-Duell
Die Begegnung war auch für die Gebrüder Aebli etwas Spezielles. Gian und Kai standen sich als Zuspieler erst zum zweiten Mal in Ihrer Volleyball-Karriere am Netz gegenüber. Im Gespräch mit den beiden nach Spielschluss wurde viel geneckt und gelacht. Die Frage, weshalb es Einsiedeln nicht wie von Gian angekündigt gelang, Näfels zu bedrängen, wurde vom Näfelser mit lautem Lachen quittiert, während sich der Einsiedler in die Haare griff und nach Worten suchte. Dies konnte Gian natürlich nicht so auf sich sitzen lassen und erklärte: „Man sah schon, dass ich noch etwas älter und erfahrener bin, denn Kai musste kurz vor Satzende im zweiten Satz Reto Giger wieder Platz machen - Näfels bekam Angst.“ Trotz der brüderlichen Fehden waren sich beide einig, dass es amüsant war gegeneinander zu spielen und sie sich bereits auf die zwei weiteren Partien zwischen ihren Mannschaften freuen würden.
Zum Spiel selber meinte Kai Aebli: „Wir waren von allem Anfang voll konzentriert. Mit der Teamleistung bin ich im Gegensatz zu meiner persönlichen Leistung zufrieden.“ Und wie alle anderen, kommt auch Gian Aebli in seiner Analyse auf Einsiedelns Hauptproblem zu sprechen: „Wenn die Annahme gut war, waren wir im Angriff recht erfolgreich. Doch heute hatten wir extreme Schwierigkeiten in der Annahme.“ In der Tat, gegen Näfels Servicegeschosse war kein Kraut gewachsen, was Captain Ehrat zu folgendem Fazit kommen lässt: „Heute haben wir den Gegner wegserviert.“
Matchtelegramm
VBC Einsiedeln - Biogas Volley Näfels: 0:3 (11:25, 17:25, 11:25)
Sporthalle Brüel, Einsiedeln. – 170 Zuschauer. – Spieldauer: 63 Minuten.
SR: Rüegg, Nellen
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Giger (Passeur) Ehrat (Captain), Sutter (Libero), Formela, Walzer, Radomski, Martinez
Einwechslungen: Aebli, Süess, Fořt, Roos, Brändli
Headcoach: Dalibor Polak
VBC Einsiedeln:
Startformation: Ulrich (Pass), Stiel (Captain), Birchler (Libero), Wunderle, Schnüriger, Hensler, Wyss
Einwechslungen: Aebli, Kälin, Bochsler, Doranth
Headcoach: Matthias Biesiada
Assistant Coach: Philipp Husi, Steiner Kurt

Man of the Match: Fabian Martinez‘ Services waren für Einsiedeln nicht zu bändigen

Captain Ehrat: Heuten haben wir den Gegner abserviert

Nachahmung: Auch Konrad Formela & Co. brachten Einsiedelns Annahme zum Straucheln

Keine Probleme: Näfels Annahme war jederzeit im Bild

Pascal Wunderle: Ich freute mich sehr auf dieses Spiel gegen Näfels

Bruderduell: Kai beobachtet seine Bruder mit Kollegen sehr genau

Der Beweis: Fabian Martinez bewies, weshalb er der Topscorer ist

Einigkeit unter Brüdern: Es war amüsant gegeneinander zu spielen


























































































