Biogas Volley Näfels schrammt haarscharf an Sensation vorbei
Volley Näfels verliert das Spiel im CEV-Cup in Holland gegen Apeldoorn knapp in fünf Sätzen. 3:2 (22:25, 27:25, 14:25, 25:19, 15:12) lautet das Resultat und damit steigen berechtigterweise die Erwartungen für das Rückspiel in zwei Wochen in Jona. Die Chance für den Verbleib im CEV-Cup ist mit den zwei gewonnenen Sätzen intakt.
Volley Näfels gelang das bisher beste Spiel der Saison ausgerechnet in Holland gegen Apeldoorn, den Vierten der dort laufenden Meisterschaft. Das konnte nicht unbedingt erwartet werden, war doch der Start der Glarner Volleyballer in die Meisterschaft geprägt von zwei Niederlagen. Aber die ausgezeichnet eingestellte Mannschaft um Captain Dan Alexander spielte beherzt und ohne falsche Komplexe. Die grosse, hohe Halle Omnisport in Apeldoorn und die 856 Zuschauer trugen ebenfalls viel zum guten Spiel bei, zu welchem die Näfelser Volleyballer ausgezeichnet starteten. Satz eins konnte gewonnen werden und in Satz zwei fehlte wenig dazu, er ging letztlich knapp mit 27:25 an die Holländer. "Hätten wir diesen Satz gewonnen, ich glaube dann wären wir auch als Sieger aus der Halle gegangen", meinte denn auch ein doch eher enttäuschter Trainer Dalibor Polak kurz nach dem Spiel.
Näfels spielt die Holländer schwindlig
Satz drei war ein Schaulaufen der Glarner. Er konnte mit elf Punkten Vorsprung gewonnen werden. Zlatko Pulko und seine Mitspieler aus der Näfelser Artillerie-Abteilung schossen die Holländer richtiggehend ab. Vielleicht war dieser Satz aber eine etwas zu leichte Beute gewesen, denn der folgende Satz sah das Spiel mit genau umgekehrten Vorzeichen. "Apeldoorn hatte jetzt nichts mehr zu verlieren und entsprechend forcierten sie den Service", analysierte der mitgereiste Manager Ruedi Gygli. Das brachte ihnen die Vorteile um Satz vier für sich zu entscheiden. Obwohl die Annahme gesamthaft gut spielte, wie auch der Näfelser Block. So stand es also 2:2 nach Sätzen und das Tie-Break musste die Entscheidung bringen.
Fast wäre die Überraschung perfekt geworden
Nach gutem Sideout-Spiel auf beiden Seiten legten die Glarner einen Zwischenspurt hin und zogen auf 10:6 davon. Das Spiel schien gelaufen. Doch dann folgten wieder Service-Bomben und nach kurzer Zeit lautete das Score 12:11 für Holland. Polak's Coaching war gefragt. Doch leider brachten des Trainers Worte die Wende nicht mehr und das Spiel ging knapp verloren. "Die beiden gewonnenen Sätze können uns aber doch den entscheidenden Vorteil bringen", blickte Polak voraus. In der Tat kann Volley Näfels bei einem Sieg zu Null oder zu eins vermeiden den Golden Set spielen zu müssen. Und dass es überhaupt in dieser guten Ausgangslage ist, stellt allein schon eine positive Überraschung dar, welche vor der Abreise nach Holland überhaupt nicht erwartet werden konnte.
Matchtelegramm:
Omnisport Apeldoorn - Holland, 5. November 2014, 20:00
Spieldauer 113 Minuten
Zuschauer: 856
Biogas Volley Näfels:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Alexander (Captain), Pulko, Ilic, Ehrat, Vukasinovic, Friend, Bonante, Martinez, Riedi, Wunderle
Trainer: Dalibor Polak



























































































