Montag, 20. Januar 2014; 07:13
NLA

Biogas Volley Näfels nach Sieg noch ein Schritt vom Cup-Final entfernt

Von: Köbi Hefti

Im Cup Viertelfinal besiegte Biogas Volley Näfels den TV Schönenwerd 3:0 (25:18, 25:19, 25:20). Die Gastgeber konnten Näfels nie in Bedrängnis bringen, zu stark war der Auftritt des ausgezeichnet eingestellten Teams von Dalibor Polak.

 

Im Vorfeld dieses Cup-Fights wurde oft davon gesprochen, dass dieses Spiel eine enge Geschichte werden könnte. Biogas Volley Näfels müsse voll konzentriert zur Sache gehen um das heimstarke Schönenwerd zu besiegen, warnte Näfels Passeur Denis Milanez vor dem Auftritt bei seinem letztjährigen Verein TV Schönenwerd. Genau dies gelang dem Team von Dalibor Polak in dieser Cup-Partie. Biogas Volley Näfels spielte gut, zu gut für den Gegner. Trainer Polak erklärt: „Derzeit spielen wir auf einem höheren Niveau als Schönenwerd, sind in einer sehr guten Form. Unser Service, unsere Annahme waren heute sehr gut, dazu hat der Zuspieler stark gespielt. Im Moment spielen wir das schnellste Volleyball in der Schweiz, was für uns ein grosser Vorteil ist, unabhängig, ob Denis Milanez oder Marco Gygli auf dem Feld sind.“ Hinzu kommt, dass Milanez oft sehr kreative Ideen hat. Seine Mitspieler sind dann fast immer zur Stelle und überraschen damit den Gegner Mal für Mal.

Starke Service entscheidend
So war es auch am Sonntag in Däniken. Während Näfels im ersten Satz sein Side-out bis zum Satzball nur ein einziges Mal nach einer schlechten Annahme nicht machte, wurde Schönenwerds Angriffe immer wieder abgewehrt. Oft war ein gefährlicher Service der Ausgangspunkt. Im Startsatz war es zweimal Nico Beeler, der Schönenwerds Annahme unter Druck brachte, so dass deren Angriffe eine Beute der Abwehr der Glarner mit direkten Blockpunkten oder erfolgreichen Gegenangriffen wurde. Das Resultat war eine beruhigende 16:10 Führung. Diesen Abstand vergrösserte Näfels bis auf 24:15, ehe Schönenwerd drei Satzbälle abwehrte und zum Satzende auf 25:18 verkürzte.

„Eine Klasse besser“
Im zweiten Satz liess sich der TV Schönenwerd zu Beginn nicht distanzieren. Schnider mit seinem gefährlichen Service, dazu ein paar starke Blocks und erfolgreiche Angriffe über Aussen und die Diagonale sorgten für einen ausgeglichenen Spielstand. Dann wiederholte sich, was schon im ersten Satz zur Entscheidung führte. Erneut hatte Schönenwerds Annahme Beelers Services nicht im Griff, was Näfels konsequent nutzte um sich erstmals ein kleines Polster mit 13:10 zu schaffen. In dieser Phase verblüffte Dean Bittner mit Gewinnschlägen aus schwierigsten Lagen. Doch auch Beeler, Pulko wie die Mitte mit Alexander und Ehrat spielten nun wie aus einem Guss. Keine Fehler, starke Services mit drei Assen, eine starke Verteidigung, präzise Annahmen und effiziente Angreifer waren dafür verantwortlich, das Näfels wegzog und den Satz in bestechender Manier mit 25:19 gewannen. Captain Büsser sah es so: „Wir waren eine Klasse besser als sie. Wir wussten in jeder Situation die richtige Antwort.“

Kurzaussprache beendet Mini-Baisse
Nach der Pause begann Näfels fulminant. Erneut gelang es mit den Services die Einheimischen gleich zu Satzbeginn zu distanzieren. Pulko's Geschosse waren der Ausgangspunkt für die 4:0 Führung. Näfels riskierte danach sehr viel, vorab beim Service, was manchmal aufging, öfters aber auch nicht. Die Platzherren kamen deshalb kaum zum Angreifen, lebten von den Servicegeschenken. Näfels dominierte und zog bis auf 18:12 weg. Den Sieg vor Augen liess Näfels etwas nach, was Schönenwerd zurück in den Satz brachte. Ein kurzes Zusammenkommen der Spieler im Kreis beendete diese Baisse, Näfels gewann auch diesen Satz ohne in Gefahr zu kommen 25:20. Nach diesem 3:0 ist Näfels nur noch ein Sieg von einem seiner Zeile, dem Cup-Final, entfernt.

Hoffnung auf Jona
Dean Bittner, der mehrfach ohne gegnerischen Block zum Angreifen kam, lobte sein Team: „Es ist ein gutes Gefühl ohne Block angreifen zu können. Das beweist, dass unser Passspiel ausgezeichnet ist. Das macht es sehr einfach für uns als Angreifer. Und heute habe ich viele unglaubliche Bälle von meinen Mitspielern erhalten, das machte es wirkliche easy.“

Jan Schnider, Schönenwerds Topscorer sah einen starkem Gegner und lobt: „Näfels spielte sehr konstant, wir holten praktisch keine Breakpunkte. Nachdem wir durch Fehlern in Rückstand gerieten, mussten wir aus der Verteidigung punkten. Doch Denis Milanez konnte dank der guten Annahmen alle seine Mitspieler immer einsetzen und so kamen wir uns oft etwas verloren vor.“

Der
Eschenbacher Thomy Büsser zu einem möglichen Gegner: „Ich hoffe, dass der Halbfinal möglichst nahe von meinem Zuhause stattfindet“, und denkt dabei natürlich an Jona.

Matchtelegramm
Erlimatt, Däniken, 19. Januar 2014, 15:00
Spieldauer  75 Minuten
Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Wolf Christian, Wiederkehr Michael

TV Schönenwerd  – Biogas Volley Näfels 0:3 (18:25, 19:25, 20:25)

TV Schönenwerd
Startformation: Giger (Passeur), Hagenbuch (Libero), Schnider (Captain), Eichenberger, Malicki, Hänggi, Peterlin
Jachowicz (Passeur), Heimgartner (Libero), Eichhorn, Brander
Coach: Bujar Dervisaj

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Milanez (Passeur), Sutter (Libero), Bittner, Pulko, Alexander, Nico Beeler, Ehrat
Büsser (Captain), Gygli , Werner, Wunderli, Martinez
Trainer: Dalibor Polak

Denis Milanez wählte nicht immer den einfachsten Weg, überraschte damit den Gegner aber x-fach