Montag, 2. Dezember 2013; 07:27
NLA

Biogas Volley Näfels nach dem Sieg gegen Amriswil weiter auf dem Vormarsch

Von: Köbi Hefti

Volley Näfels liess auch Amriswil keine Chance und gewann das Derby in der heimischen lintharena überlegen 3:0 (25:19, 25:15. 25:21). Wie schon gegen Lausanne UC überzeugte Biogas Volley Näfels mit einem starken Auftritt vor allem am Block und in der Verteidigung. Immer mehr zu gefallen weiss aber auch die Angriffsabteilung.

Kaum hatte das Spiel begonnen, führte Volley Näfels schon 4:0. Die kämpferischen Amriswiler liessen sich aber nicht beirren, meldeten sich zurück und glichen das Spiel aus. Beim Stand von 11:11 buchte Näfels vier Punkte in Folge dank eines Blocks, eines Angriffs, eines Fehlangriffs des Gegners und einem Service As. Diesen Rückstand vermochte Amriswil nicht mehr wettzumachen. Im Gegenteil, je näher es Richtung Satzende ging, umso grösser wurde Abstand. Näfels nutzte seine Chancen konsequent und agierte im Gegensatz zu den Thurgauern praktisch fehlerlos. Mit 25:19 ging Satz-1 klar an die Platzherren.

Neue Qualitäten
Der zweite Satz war über weite Strecken eine Lektion für Amriswil. Die ohne den verletzten Mittelblocker Walzer antretenden Gäste standen unter Dauerdruck. Gute Services, ein Block, der wie eine Wand den Angriffen der Thurgauer gegenüberstand (sieben direkte Blockpunkte) und eine Verteidigung, die zahlreiche Angriffsbälle im Spiel hielt, waren die wichtigsten Gründe der Dominanz. Da auch die Angreifer, von Passeur Milanez vielfach optimal eingesetzt, die meisten Chancen nutzten, wuchs der Vorsprung von Näfels kontinuierlich an. Besonders augenfällig war eine neue Stärke bei Näfels: Bei langen Ballwechseln behielt das Polak-Team das bessere Ende zumeist für sich. 25:15 war das klare Satzresultat.

Steigerung und Spannung
In der Pause muss Dario Betello die richtigen Schlüsse gezogen haben. Einerseits schickte er Schläpfer für Trevisan aufs Feld, anderseits gelang es Amriswil seine Angriffe zu Punkten umzumünzen. Doch Näfels machte wie Amriswil sein Side-out praktisch perfekt. So entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, der den rund zweihundert Zuschauern gut gefiel. Bis zum 17:17 konnten beide Teams nie mehr als zwei Punkte in Folge verbuchen. Dann aber setzte sich Näfels ab, zuerst mit einem As von Alexander zum optimalen Zeitpunkt und dann dank der vier Fehler von Amriswil innert kürzester Zeit. Und schon lag Näfels mit 22:18 entscheidend in Führung. Wenig später war der Satz mit 25:21 und das Spiel nach gut einer Stunde Spielzeit mit 3:0 entschieden.

Noch nie gesehen
Näfels knüpfte nahtlos an die letzten Leistungen an, steigerte sich gar und spielte während des ganzen Spiels auf einem konstanten Niveau. Der effizienteste Angreifer und zum MVP gewählte Zlatko Pulko sah den Grund des klaren Sieges aber nicht allein in der Offensive: „Entscheidend war die Taktik beim Block. Gegen unseren aggressiven Block tat sich Amriswil sehr schwer.“ Auch Dean Bittner erwähnte diesen Punkt: „Wir arbeiteten als Team hart am Block. Das Zusammenspiel zwischen Block und Defense wird immer besser, nachdem wir im Training darauf den Schwerpunkt legten.“ Dem pflichtete auch der überzeugende Libero Manuel Sutter bei: „Seit etwa einem Monat funktioniert das Zusammenspiel Block – Defense immer besser. Wir kommen langsam dorthin, wohin wir wollen. Wir können uns darauf verlassen, dass der Block das macht, womit wir in der Verteidigung rechnen.“ Dies fiel auch einem sehr treuen Zuschauer auf, der Näfels seit vielen Jahren genau beobachtet. Er sagte: „So gut wie heute habe ich Näfels beim Blocken noch nie gesehen!“

Es machte Spass
Dies kann Amriswil von sich nicht sagen. „Wir waren taktisch am Block zu wenig gut. Wir bekamen heute Näfels Passeur Milanez nicht in den Griff. Näfels war variantenreich und unberechenbar“, erklärte Amriswil Assistenztrainer Marco Bär.

So wie Captain Büsser dieses Spiel sah, dürfte es auch viele Anhänger erlebt haben: „Es machte Spass den Derby-Rivalen so zu dominieren und während des ganzen Spiels das Niveau zu halten ohne einzubrechen.“

Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil 3:0 (25:19, 25:15. 25:21)

Lintharena sgu, Näfels, 30.
November 2013, 18:00
Spieldauer  66 Minuten
Zuschauer  220

Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil
3:0 (25:19, 25:15, 25:21)

Biogas Volley Näfels:
Milanez (Passeur), Sutter (Libero), Bittner, Pulko, Alexander, Beeler, Ehrat, Büsser (Captain), Gygli, Martinez; abwesend (mit Jona im Einsatz): Luca Beeler, Riedi

Trainer: Dalibor Polak

Volley Amriswil:
Krattiger (Passeur), Rasing (Libero), Renovica, Brühwiler, Trevisan, Ljubicic, Brändli; Perler (Captain, Passeur), Wetzel, Kriech, Schläpfer; Verletzt: Walzer

Trainer: Dario Betello

Schiedsrichter:  Heinz Tschumi, Maciej Ciemiega

 

Dan Alexander bei der "Arbeit"