Montag, 23. Dezember 2013; 11:17
NLA

Biogas Volley Näfels lässt auch Chênois keine Chance und gewinnt in Genf 3:0

Von: Sverin Pfister/Köbi Hefti

Zum Abschluss des Volleyballjahres gewann Biogas Volley Näfels auswärts bei Chênois mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:16). Damit festigen die Glarner den zweiten Rang in der Tabelle hinter Lugano. Das Team von Polak spielte gut. Im zweiten Satz reagierte es nach einem deutlichen Rückstand mit Bravour.

 

Chênois Genève Volleyball, heimgesucht von der Verletzungshexe, musste auf seine beiden Passeure Blazy (Knöchelverletzung) und Ptaschinski (Wadenverletzung) verzichten. Da auch Altmeister Dronsart (35 Jahre) - er spielte letztmals 2010 in der NLA mit Chênois, nach seinem Einsatz am Vortag beim 3:1 Sieg gegen Lutry nicht mehr spielberechtigt war, musste Coach Jean Baptist Blazy eine kreative Lösung finden. Arnaud Fiat, normalerweise Diagonalangreifer, wurde zum Zuspieler umfunktioniert. Der Franzose Fiat spielte zwar auch schon als Passeur, das ist aber mehr als zehn Jahre her.

Klarer Satzgewinn
Näfels startete mit Gygli als Passeur und dem jungen Martinez auf Annahme/Aussen. Bereits mit dem ersten Ball, einer Passeur-Finte, demonstrierte Näfels, dass es nach Genf reiste, um diese Aufgabe konzentriert und mit Spielwitz zu lösen. Der Block war wie üblich stark und die Angreifer sahen sich meist nur einem Einerblock gegenüber. Näfels führte bei den Time-outs jeweils beruhigend mit 8:3 und 16:12. Doch danach leistete sich Näfels einige Fehlangriffe und liess Chênois bis auf 18:16 aufschliessen. Polak reagierte mit einem Time-out und der Einwechslung von Pulko. Danach zog Näfels sein Spiel durch und holte sich den Satz doch noch sehr klar mit 25:18.

Rückstand im Hui wettgemacht
Nach diesem Endspurt geriet Näfels zu Beginn des zweiten Satzes von der Rolle. 2:10 lagen die Glarner hinten. Chênois setzte sich dank guter Services und über die Mitte mit Schaller erfolgreich in Szene, während bei Näfels vieles nicht zusammenpasste. Polak reagierte, heizte seinen Spieler im Time-out nach diesem Fehlstart ein. Mit Erfolg, wie sich zeigte. Bei 14:14 war der Gleichstand schon hergestellt. Es waren hauptsächlich die Angriffe und Finten von Dan Alexander, die den Umschwung herbeiführten. Näfels hatte den Tritt definitiv wieder gefunden. Es zog sein Spiel durch, während bei den Genfern sich das Passeur-Problem immer mehr bemerkbar machte. Trainer Blazy versuchte es gegen Satzende mit Saraiva, dem nominellen Libero, als Zuspieler. Doch der Erfolg blieb aus. So gewann Näfels auch diesen Satz mit 25:20 am Ende ohne zu zittern.

Verdiente und notwendige Pause
Der dritte Satz war wie schon die zweite Hälfte des zweiten Satzes eine Macht-Demonstration von Biogas Volley Näfels. Zweifel über den Ausgang kamen nicht auf, Näfels war für die Genfer schlicht eine Klasse zu gut. Wieder mit Martinez anstelle Pulkos und Captain Büsser spielend, zeigten die Glarner schöne Angriffe. Passeur Gygli verteilte die Bälle wie schon während des ganzen Spiels sehr gleichmässig und erfolgreich auf Bittner, Ehrat und Co. Näfels nutzte seine Chancen konsequent. Besonders erwähnenswert sind die herrlichen Pipes von Nico Beeler und die zwei Killerblocks in Folge von Daniel Alexander am Satzende, die zum diskussionslosen Schlussresultat von 25:16 führten.

Captain Büsser war sichtlich zufrieden und meinte: „Wir nahmen hier in Genf Revanche für den Satzverlust in der Vorrunde, denn Chênois ist das einzige Team, gegen das wir nicht zu Null gewannen. Zwar wurde es im zweiten Satz eng, nachdem wir in der Konzentration nachliessen. Doch am Ende schafften wir unser 3:0.“ Dalibor Polak bestätigte, dass sein Team nicht immer so agierte, wie dies geplant war. „Das war das letzte Spiel des Jahres und ich habe das Gefühl, dass die Spieler jetzt eine Pause benötigen. Es war schwierig, die Konzentration hochzuhalten. Ich wollte, dass wir in dieser Begegnung immer in Führung sind und mit Spass spielen können, das war aber nicht immer der Fall. Aber insgesamt war die Leistung okay“, fasste der Trainer diesen neunten Sieg ohne Satzverlust in Folge zusammen.

Matchtelegramm
Centre Sportif Sous-Moulin, Thônex, 22. Dezember 2013, 17:00               
Schiedsrichter: Sascha Stanisic, Jose Reyes

Chênois Genève Volleyball - Biogas Volley Näfels 0:3 (18:25, 20:25, 16:25)

CS Chênois :
Fiat (Passeur), Kovar (Libero), Schaller (Captain), Fetter, Pierrehumbert, Voirol, Dos Santos; Saraiva, Abramov, Fellay, Simonin; verletzt: Blazy, Ptaschinski
Trainer : Jean-Baptiste Blazy

Biogas Volley Näfels:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Bittner, Alexander, Nico Beeler, Ehrat, Martinez, Büsser (Captain), Pulko, Milanez
Trainer: Dalibor Polak

Auch wenn der Näfelser Block schon besser war, gegen Chênois reichte es, um den Gegner unter Kontrolle zu halten.