Sonntag, 23. November 2014; 09:00
NLA

Biogas Volley Näfels gewinnt 3:0 gegen Schönenwerd

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels Captain Dan Alexander fasst den 3:0 Sieg (25:15, 25:22, 29:27) seines Teams gegen das drittplattzierte Schönenwerd in wenigen Worten passend zusammen: „Es war ein tolles Spiel, wir hielten den Level und holten drei Punkte, das ist super.“

 

Die Frage, wie sehr der aufregende und anstrengende Europacup-Match vom vergangenen Donnerstag noch in den Knochen der Spieler stecken würde, war schnell beantwortet – es gab keine Spur von Müdigkeit. Näfels setzte damit das um, was die beiden Annahmespieler Kyle Friend und Marko Vukasinovic schon im Vorfeld des Spiels als das Entscheidende beschrieben. Sie sagten, dass sie das Resultat vergessen und die Fehlerquote tief halten, das Gute, vor allem den grossen Kampfgeist und das gute Niveau ihres Spiels auch gegen Schönenwerd mitnehmen müssten.

Und so war es auch. Im ersten Satz knüpfte Näfels nahtlos an das Spiel gegen Dynamo Apeldoorn an. Die Einheimischen dominierten nach Belieben und liessen Schönenwerd gar nicht erst ins Spiel kommen. Die einzige Frage war, wie klar Näfels diesen Auftaktsatz gewinnen würde. Am Ende hiess es 25:15.

Erst fehlerhaft, dann fehlerlos
Schönenwerds Trainer Dervisaj nahm für den zweiten Satz einige Änderung in seinem Team vor, wechselte den Passeur und brachte den Topscorer Schnider zurück. Trotzdem legte Näfels erneut vor, führte beim ersten Timeout mit 8:5, dies dank einiger druckvoller Services von Zlatko Pulko. Nach und nach fand aber auch der TV Schönenwerd besser ins Spiel und liess sich nicht weiter distanzieren. Allerdings war Näfels in dieser Phase auch etwas fahrig, machte viele Fehler. Die Solothurner gingen gar 15:14 in Führung. Das Team von Dalibor Polak reagierte darauf postwendend, machte bis zum Satzende keinen einzigen Fehler mehr, sondern glänzte mit Paraden und guten Angriffen bis zum Endstand von 25:22.

Schönenwerd wehrt Matchbälle ab
Der dritte Satz war vorerst sehr ausgeglichen. Nach einem Zwischenspurt führte Biogas Volley Näfels klar mit 14:10. Doch von den folgenden elf Punkten gingen deren neun an das Team von Jan Schnider, welches endlich den Tritt gefunden und die Müdigkeit der langen Rückreise vom Europacupspiel in Griechenland abgestreift hatte. 19:16 lag „Schöni“ vorne. „Wir machten zu viele Fehler, das gehört aber einfach zum Volleyball“, erklärte Kyle Friend diese Phase und ergänzt, dass sie mit viel Kampf und kontrolliertem Spiel zurückfanden. Näfels wehrte sich leidenschaftlich und erfolgreich gegen den Satzverlust. Vier Matchbälle wehrten die Gäste zwar noch ab, beim fünften mussten sie kapitulieren, ihr Angriffsball landete weit im Out und der Satz ging mit 29:27 an Näfels.

Marco Gygli als bester Spieler ausgezeichnet
Samuel Ehrat, der wie seine Kollegen immer besser in Fahrt kommt, erklärt, weshalb Näfels derzeit überzeugt: „Wir finden uns im Spiel immer besser, die Stimmung im Team ist stetig besser und wir pushen uns mehr und mehr gegenseitig an.“ Kyle Friend zeigte sich ebenfalls sehr glücklich nach diesem klaren Sieg und sagte: „Wir wollten auf einen hohen Level spielen, Feuer und Emotionen ins Spiel bringen – dies ist uns heute gelungen.“

Passeur Gygli, der die Bälle ausgezeichnet, sehr schnell und unberechenbar verteilte und als bester Spieler von Näfels ausgezeichnet wurde, sagte noch am Donnerstag, dass sie lernen müssten, Spiele erfolgreich zu beenden. Damit sprach er die Situationen an, in welchen Näfels scheinbar im Vorteil war, am Ende aber den Satz doch abgab. Gegen Schönenwerd bestand diese Gefahr im dritten Satz erneut, aber Näfels stemmte sich diesmal erfolgreich dagegen und bewies erstmals in dieser Saison, dass es ein Spiel von A-Z durchziehen kann.

Matchtelegramm:
Biogas Volley Näfels – TV Schönenwerd 3:0  (25:15, 25:22, 29:27)

Linthalle, Näfels, 22. Nov. 2014, 18:00
Spieldauer  81 Minuten
Zuschauer: 237
Schiedsrichter: Schürmann Philippe,  Wyler-Hefti Nadine

Biogas Volley Näfels:
Startformation:Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Vukasinovic, Friend, Pulko, Ehrat, Ilic
Einwechslungen: Alexander (Captain), Martinez

Trainer: Dalibor Polak
Assistenztrainer: Patrick Küng
Assistant Coach: Müller Manfred

TV Schönenwerd:
Startformation : Dervisaj (Passeur), Heimgartner (Libero), Schnider (Captain), Hofstede, Richards, Gerber, Hänggi
Einwechslungen: Lier, Giger, Eichenberger, Frame

Headcoach: Dervisaj Bujar
Assistant Coach: Buser Nik

Mit gutem Teamgeist zum 3:0 Erfolg gegen Schönenwerd