Biogas Volley Näfels gelingt im Derby gegen Jona der zweite Saisonsieg und gibt die rote Laterne seinem Gegner ab
Die Aufwärtstendenz bei Näfels hält an. Im Derby schlägt es Jona 3:1. Matchentscheidend war das Ende des dritten Satzes, als es den Glarnern gelang, sich aus einer brenzligen Situation zu befreien.
Weder bei Jona noch bei Näfels war zu Beginn dieses Derbys Nervosität auszumachen. Schöne Spielzüge und attraktive Punkte prägten das Bild. Jona führte beim ersten Unterbruch 8:6. Perfide Services von Näfels Passeur Harksen brachten Jonas Annahme danach in arge Bedrängnis und den Glarnern unglaubliche zwölf Punkte in Folge. Peer Harksen dazu: „Wir kamen gut ins Spiel. Mit diesem Vorsprung im Rücken spielte es sich leichter. Ich wünschte mir, dass ich öfter mit meinem Service so Druck machen kann.“ Nach dieser Punkteserie war der Satz entschieden. Er ging mit 25:15 an Näfels, das kaum Fehler machte und nicht wie ein Schlusslicht aufspielte.
Joner Schachzug
Wie schon im ersten Satz führte Jona auch im zweiten Umgang beim ersten Time-out mit 8:6. Den Einheimischen, allen voran Joel Maag, gelang es mit dem Service Druck zu machen. Näfels seinerseits bekundete in dieser Sparte seine Probleme, machte viele Fehler. Der taktische Schachzug des Joner Coaches Denis Milanez, den Brasilianer Michael Dos Santos in der Mitte statt wie im ersten Satz auf der Diagonalen einzusetzen, verlieh dem Spiel seiner Mannschaft neuen Schwung und überraschte die Gäste aus Näfels sichtlich. Die Joner blieben bis zum Ende des Satzes das effizientere Team und machten kaum Fehler. Mit 25:19 ging der zweite Satz deutlich an Jona.
Einwechslungen viel Wirkung
Näfels Coach Dalibor Polak reagierte auf den Satzverlust mit einem Wechsel. Junior Süess sollte anstelle von Mantekas für mehr Druck bei Näfels Spiel sorgen. Und in der Tat, das Spiel der Glarner wurde druckvoller. Doch Jona stellte sich dieser Herausforderung, kämpfte und hatte auch das Glück des Tüchtigen. Beim Time-out führte es 8:7. Auch danach gingen die engen Ballwechsel öfter an die Platzherren als an die Gäste. Beim zweiten Unterbruch lag Jona 16:14, wenig später 18:15 in Front. Näfels Coach Polak wirkte sichtlich unzufrieden. Er reagierte mit einem weiteren Wechsel und schickte Alberto Canazza ins Spiel. Kaum war der Italiener im Spiel, buchte er auch schon seinen ersten Punkt. Dies verlieh Näfels neuen Elan. Es glich zum 19:19 aus, während Jona immer nervöser wurde. Im spannenden Finale behielten die Glarner die Oberhand. Sie verwerteten den zweiten Satzball nach einem weiteren Service-Geschenk der St. Galler mit 25:23.
Lorenz Küng punktet trotz Nervosität
Dieser spannende und enge Satz war für das weitere Spiel wegweisend. Dies bestätigt auch Jonas Coach Denis Milanez: „Das Score war schon hoch, das Spiel eng und wir verloren. Das ist okay, denn Näfels ist das bessere, renommiertere Team und ist der erwartete Sieger in diesem Derby. Nicht gefallen hat mir, wie wir im ersten Satz derart viele Punkte hintereinander verloren und vor allem der Auftritt im vierten Satz.“ Was der Coach damit anspricht ist, wie sein Team im letzten Umgang völlig von der Rolle geriet, während Biogas Volley Näfels locker und äusserst erfolgreich aufspielte. Der Polak-Truppe gelang alles und entsprechend führte sie bald einmal uneinholbar. Beim Stand von 19:8 erlebte Junior Lorenz Küng seine lang ersehnte und echte Feuertaufe und nicht nur einen Kurzeinsatz wie damals in Einsiedeln für einen Service. Er kam für den ausgezeichnet spielenden Lucas Yoder ins Spiel.
Lorenz Küng meinte zu seinem Debüt und seinen beiden Angriffspunkten: „Ich war schon etwas nervös, aber es lief mir gut. Ich konnte das umsetzen, was ich mir erhofft hatte.“ Am Ende ging der Satz mit 25:14 an Näfels. Die Gefühlslage bei den Teams hätte nach dem Schlusspfiff unterschiedlicher nicht sein können. Einige Joner waren sehr niedergeschlagen, mochten kaum sprechen, während man sich bei Näfels über den ersten Vollerfolg dieser Saison sehr freute.
Matchtelegramm
TSV Volley Jona - Biogas Volley Näfels - : 1:3 (15:25, 25:19, 23:25, 14:25)
Grünfeld, Jona.– 250 Zuschauer. – Spieldauer: 91 Minuten.
SR: Bärtsch, Schürmann
TSV Jona:
Startformation: Muntwyler (Passeur, 3 Punkt, Riedi (Captain,10 ) , Bischof (Libero), Schnüriger (2), Maag (11), dos Santos (8), Bolli
Einwechslungen: Caviezel (10), Kasper (8), Hauser,
Headcoach: Denis Milanez
Assistant Coach: Urs Winteler
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Harksen(Passeur, 8 Punkte), Papangelopoulos (Captain, 3), Hagenbuch(Libero), Yoder (14), Hudzik (10), Roos(19), Mantekas (2)
Einwechslungen: Wetzel, Aebli, Süess (10), Canazza (2), Küng (2)
Headcoach: Dalibor Polak
Assistant Coach: Mani Müller

Zwölf Punkte in Folge: Peer Harksen Services im ersten Satz lösten bei Jonas Annahme ein Chaos aus

Erfolgreichste Blocker: Damian Hudzik mit sechs und Joel Roos mit drei Blockpunkten sorgten für die meisten Punkte der insgesamt elf Punkte in dieser Sparte

Omnipräsent: Etienne Hagenbuch zeigte eine hervorragende Defensivleistung, war fast immer dort, wo er sein musste.

Neuer Schwung: Nico Süess kam im dritten Satz und überzeugte mit zehn Punkten (8 Angriffe, 1 Ass, 1 Block)

Italienisches Feuer: Alberto Canazza leitete nach seiner Einwechslung den Umschwung zugunsten Näfels‘ im dritten Satz ein

Der echte Einstand: Im vierten Satz war es soweit, Lorenz Küng kam zu seiner erfolgreichen NLA-Premiere in dieser Saison.


























































































