Biogas Volley Näfels enttäuscht zum Auftakt
Der Start in die neue Saison missglückte Biogas Volley Näfels. Die Glarner verloren beim TV Schönenwerd mit 0:3 (18:25, 18:25, 25:27). Probleme in der Abstimmung und eine enttäuschende kämpferische Leistung waren ausschlaggebend für diese klare Niederlage.
Die Gastgeber gaben von Beginn weg den Ton in der gut gefüllten und stimmungsvollen Erlimatt-Halle an. Sie diktierten das Spielgeschehen, waren den Gästen in allen Belangen mehr als nur eine Nasenlänge voraus. 8:5 und 16:10 lag Schönenwerd bei den Time-outs im ersten Satz in Front. Die Platzherren setzten Näfels Annahme mit den Services stark unter Druck, so dass diese nur selten gute Bälle zu Passeur Gygli brachte. Die logische Konsequenz war, dass das Angriffsspiel der Glarner zu selten zu Punkten führte. Erst nach dem zweiten Time-out konnte Näfels etwas zulegen und seinerseits erstmals auch Schönenwerd unter Druck setzen. Dies reichte aber nicht, um eine Aufholjagd zu starten. Der Satz ging mit 18:25 sehr klar verloren.
Eine Besserung im zweiten Umgang war nur zu Beginn zu sehen. Das grössere Risiko beim Service führte zumindest kurzfristig dazu, dass das Resultat ausgeglichen blieb. (7:8). Doch wenig später lag Schönenwerd mit 12:9 vorne. Das hohe Risiko mit dem Service zahlte sich nicht mehr aus. Trainer Polak reagierte darauf und brachte Milanez für Gygli als Passeur. Dieser wurde vom Publikum mit einem sehr herzlichen Applaus begrüsst. Milanez spielte noch letzte Saison für die Solothurner und war massgeblich an den Erfolgen Schönenwerds beteiligt. Aber auch der Brasilianer konnte den Schnellzug des Gegners nicht stoppen. Immerhin lancierte er einige schöne Angriffe, welche Beeler, Bittner und Pulko erfolgreich abschlossen. Doch auch im zweiten Satz blieb Schönenwerd das dominierende Team. Der deutsche Passeur Jachowicz zog ein schnelles Spiel auf. Dank der guten Annahmen seiner Hinterleute mit dem belendend disponierten jungen Libero Hagenbuch lancierte er den zur Hochform auflaufenden Noah Eichenberger und seine Aussen- und Mittelangreifer immer wieder erfolgreich. So ging auch Satz zwei mit 25:18 klar an die Einheimischen.
Nach der Pause agierte Näfels über alles gesehen sichtlich engagierter als zuvor. Trainer Polak hatte in der Pause wohl die richtigen Worte gefunden. Näfels vermochte dank der etwas verbesserten Einstellung und des verbesserten Spielaufbaus den zu Beginn des dritten Satzes eingehandelten Rückstand auszugleichen und den Satz offen halten. Dabei deutete es auch das vorhandene Potenzial immer wieder an. Doch nach drei abgewehrten Matchbällen war es um den Rekordmeister geschehen. Der TV Schönenwerd gewann auch den dritten Satz mit 28:26 in der Verlängerung.
Nach dem Spiel war Trainer Polak sehr enttäuscht, vor allem von der kämpferischen Leistung seines Teams. „Das war eine Horrorpremiere für mich“ gab er zu Protokoll und ergänzt: „Schönenwerd hat uns nicht überrascht. Es agierte so, wie wir dies erwartet haben. Aber ich bin nicht zufrieden mit unserem Auftritt, mit unser Kampfgeist. Wir haben nur gespielt, kämpften kaum. Das war ein Spiel ohne Herzblut, das ist sehr, sehr schlecht.“
Der klare 3:0 Sieg des TV Schönenwerd ist in dieser Höhe verdient. Das Team um Captain Jan Schnider war von allem Anfang an bereit, kampfstark und wirkte schon sehr gut eingespielt, obwohl auch bei den Solothurnern einige neue Spieler in der Startmannschaft standen. Bei Biogas Volley Näfels hingegen lief es noch nicht rund. Captain Büsser will diese Niederlage aber nicht überbewerten und relativiert: „Der Gegner war motivierter als wir. Wir haben zwar 0:3 verloren, aber die Saison hat erst begonnen und geht noch lange.“
Matchtelegramm
Erlimatt, Däniken, 20. Oktober 2013, 16:30
Zuschauer: 400
TV Schönenwerd – Biogas Volley Näfels 3:0 (25:18, 25:18, 28:26)
TV Schönenwerd:
Jachowicz (Passeur), Hagenbuch (Libero), Schnider (Captain), Eichenberger, Malicki, Hänggi, Peterlin,Müller, Giger, Brander
Coach: Bujar Dervisaj
Biogas Volley Näfels:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Bittner, Pulko, Alexander, Nico Beeler, Alexander, Büsser (Captain), Milanez (Passeur), Luca Beeler , Riedi
Bemerkung: Martinez noch nicht spielberechtigt (Verzögerung mit Lizenz)
Trainer: Dalibor Polak



























































































