Benfica Lissabon war zu stark für Biogas Volley Näfels
Das Gastspiel auf dem internationalen Parkett ist für Biogas Volley Näfels für diese Saison beendet. Das Wunder von Lissabon blieb aus. Näfels vermochte dem Druck der konzentriert und druckvoll spielenden Portugiesen nicht standzuhalten und verlor 1:3.
Der Start ins Spiel gelang Biogas Volley Näfels perfekt. Bereits nach wenigen Minuten beanspruchte Benficas Coach Jardim sein erstes Time-out, nachdem Näfels mit einem Blitzstart 5:1 in Führung ging. Beim ersten technischen Time-out lag Näfels immer noch immer noch mit vier Längen voran. Wenig später aber hiess es 9:9, nachdem die Annahme mit den Services von Duff grosse Mühe hatte und Näfels Angreifer alles riskierten und einige Angriffe ins Out setzten. Im ähnlichen Stil ging es weiter. Auch die Einwechslung von Bruno Godoy änderte das Bild nicht. Benfica war deutlich effizienter als die Glarner. Dazu leistete sich Näfels ein paar Fehler zu viel. So ging der erste Satz mit 19:25 am Ende klar an den Favoriten aus Lissabon.
Passeur oder Sprinter
Im zweiten Umgang passte bei Näfels nicht mehr viel zusammen. Benfica dominierte in allen Belangen. Bereits mit dem Service setzten die Portugiesen die Schweizer massiv unter Druck. Passeur Gygli war manchmal wie ein Sprinter unterwegs um noch an die Bälle zu kommen An einen schnellen und überraschenden Spielaufbau war dadurch nicht zu denken. Aber auch in der Annahme, beim Angriff und in der Verteidigung war Benfica klar stärker als Näfels. Dazu offenbarte das Team von Dalibor Polak die alt bekannten Schwächen. „Das bekannte Spiel“, meinte Teammanager Ruedi Gygli zu den ungenügenden Annahmen und dem mangelhaften Service, der oft im Netz oder out landete. Immerhin kamen mit Wunderle und Walzer noch zwei Schweizer zum Einsatz. Doch Näfels hinkte von allem Anfang hinterher und verlor den Satz mit 15:25 überaus deutlich.
Satzgewinn gegen Benficas B-Team
Damit war die Entscheidung bereits gefallen. Benfica qualifizierte sich erwartungsgemäss für die nächste Runde. Benficas Coach Jardim gab deshalb fortan seiner zweiten Garde die Chance um zu eigen, was sie drauf hat. Dies misslang aber – zumindest im dritten Satz. Näfels, ebenfalls nicht mehr mit dem Stamm, sondern mit Wunderle, Walzer und Bruno, spielte befreit und erfolgreich. Von A bis Z gab Näfels den Ton an. Es baute seinen Vorsprung stetig aus und gewann den Satz 25: 16. Mit demselben Personal ging es im vierten Satz weiter, doch mit einem anderen Verlauf, denn die einheimischen schalteten zu Beginn einen Gang höher und spielten ähnlich druckvoll wie während der beiden ersten Sätze. Doch Näfels fand ab Mitte Satz wieder zurück ins Spiel, kam bis auf einen Punkt heran. Das Aufbäumen war am Ende aber nur Resultatkosmetik. Der vierte Satz ging mit 25: 20 und das Spiel mit 3:1 an Benfica Lissabon.
Näfels spielte phasenweise gut und konnte dem starken Gegner Paroli bieten. Doch die Qualität der Portugiesen war einfach zu gut, die Glarner konnten die Platzherren nie richtig in Bedrängnis bringen.
Matchtelegramm
Sporthalle Benfica Lissabon, Lissabon, Mittwoch, 19. November 2015, 21:30 h
Spieldauer: 101 Minuten
Zuschauer: 600
Benfica Lissabon - Biogas Volley Näfels 3:1 (25:19, 25:15, 16:25, 25:20 )
Benfica Lissabon:
Startformation: Bertassoni (Passeur), Gaspar (Captain), Casas (Libero), Duff, Reis Lopes, Kolev, Soares
Einwechslungen: Silva Reis, van Werkhofen, Gelinski (Passeur), Oliveira, Llanes
Trainer: José Jardim,
Assistenz-Trainer: Nuno Brites
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Captain, Passeur), Sutter (Libero), Pollock, Friend, Pulko, Ehrat, Martinez
Einwechslungen: Godoy, Wunderle, Walzer, Riedi
Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Manfred Müller
Schiedsrichter: Macintyre Grant (SCO), Geukes Benedikt (DEU)



























































































