Freitag, 21. März 2014; 06:04
NLA

Beherztes Näfels gewinnt das Derby gegen Amriswil

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels ist zurück, so kann der Auftritt beim Sieg im Derby gegen Amriswil zusammenfassen. Es war ein verdienter 3:1 (25:20, 24:26, 25:22, 25:22) Erfolg. Das Team spielte beherzt und gut. Mit diesem Sieg qualifizierte Damit steht Biogas Volley Näfels im kleinen Final und darf auf Bronze hoffen.

 

Der Auftakt zu diesem Ostschweizerderby war ausgeglichen und zügig, es gab kein grosses Abtasten des Gegners. Erneut spielte bei Näfels Pulko als Diagonalangreifer und dabei fühlte er sich sichtlich wohler als am letzten Samstag. Damals musste er erstmals in dieser Saison diese verantwortungsvolle Aufgabe als Punktelieferant übernehmen. Im ersten Satz war bis zum Stand von 14:14 viel Spannung im Spiel. Näfels servierte gut und setzte Amriswils Annahme unter Druck. Doch vorerst konnten die Platzherren diesen Vorteil nicht ausnutzen. Dann aber kamen die Minuten des Samuel Ehrat. Er blockte innerhalb kurzer Zeit drei Amriswiler Angriffe praktisch im Alleingang zum Punktgewinn ab. Näfels konnte bis auf 20:14 davonziehen und hatte wenig später Satzbälle in Serie. Den vierte nutzte es zum Satzgewinn mit 25:20.

Steigerung nach der Pause
Im zweiten Satz lief das Angriffsspiel bei Näfels nicht wunschgemäss. Viel zu oft wurden seine Angriffe von Amriswils hervorragender Abwehr pariert. So lag Volley Amriswil stets in Führung. Mit ein Grund war, dass Näfels nur selten die Mitte einsetzte und das Spiel von Biogas Volley Näfels so zu durchsichtig war. Bei 24:21 kamen die Thurgauer zu Satzbällen. Näfels glich aber nochmals zum 24:24 aus, ehe ein Angriffsfehler ins Out zum 26:24 Satzgewinn für Amriswil führte.

Der dritte Satz war seit langer Zeit das Beste, was Näfels bot. Rasse und Klasse begeisterten die spärlichen Zuschauer. Es machte
Spass zuzuschauen. Pulko und Martinez hämmerten auf die Bälle, wie sie dies letztmals im Spiel gegen Lugano taten. Und auch die Angriffe durch die Mitte von Samuel Ehrat und Dan Alexander hatten Zug drauf und Erfolg. Da die Gäste aus Amriswil aber ebenfalls Aufwind spürten, bleib der Satz  bis zum 10:10 ausgeglichen. Erst danach vermochte sich Näfels leicht abzusetzen, führte mit 16:12. Doch Amriswil gab nicht auf und verkürzte bis zum 19:20 dank gutem Kombinationsspiel. Am Ende aber setzte sich Biogas Volley Näfels durch, es verwerte den dritten Satzball zum 25: 22.

Amriswils Aufbäumen
Im vierten Satz zeigte Amriswil wieder einmal seine Schattenseite dieser Saison. Den Gästen missriet sehr viel. Biogas Volley Näfels hatte so leichtes Spiel, konnte auf 13:5 davonziehen. Dann aber wendete sich das Blatt, plötzlich passte bei Näfels nicht mehr viel zusammen. Der Vorsprung schmolz bis auf drei Punkte. Nach einem Time-out vermochte Polaks Team aber die Talfahrt in diesem Satz zu beenden. Den zweiten Matchball verwertete Daniel Alexander mit einem weiteren Kracher zum viel umjubelten Sieg. Die Befreiung war deutlich sicht- und hörbar.

Die grosse Bedeutung dieses Sieges betont auch Captain Büsser: „Das war ein sehr, sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben nicht nur gewonnen, sondern auch wieder gut gespielt und Selbstvertrauen tanken können. Die ist sehr wichtig im Hinblick auf den Cup-Final in zehn Tagen.“

Matchtelegramm
9. Play-off-Runde:
Lintharena sgu, Näfels, Mittwoch, 19. März 2014, 20:00
Schiedsrichter: Grieder Stephan, Rüegg Laura

Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil 3:1
(25:20, 24:26, 25:22, 25:22)

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Milanez (Passeur), Sutter (Libero), Pulko, Alexander, Beeler, Ehrat, Martinez;
Büsser (Captain), Gygli (Passeur), Werner, Aebli, Riedi
Trainer: Dalibor Polak
Bemerkung: Dean Bittner verletzt

Volley Amriswil:
Startformation: Krattiger (Passeur), Rasing (Libero), Renovica, Walzer, Brühwiler, Trevisan, Ljubicic;
Perler (Passeur, Captain), Wetzel, Schläpfer, Kriech
Trainer: Dario Bettello

Sämi Ehrat setzte einige Glanzlichter und war mehrmals ganz allein am Block erfolgreich