Bärenstarkes Näfels kämpft sich in den Volley Cup-Final
Biogas Volley Näfels schafft mit dem Einzug in den Cup-Final sein erstes Saisonziel. Amriswil und Näfels begeisterten die knapp tausend Zuschauer mit packendem Volleyball. Das Spiel im Tellenfeld war ein richtiger Cup-Krimi, den Näfels hauchdünn mit 3:2 (21:25, 25:22; 23:25. 25:22, 15:13) für sich entschied.
„Gewonnen - Finale – juhui“, waren die ersten Worte von Captain Marco Gygli. Zum Spiel sagte er mit strahlendem Gesicht: „Das war ein sehr gutes Spiel. Es war aber knapp, es hätte auch auf die andere Seite kippen können.“ Ebenfalls der ehemalige Näfelser Thomy Büsser war von diesem Spiel sehr angetan und meinte, dass er in der Schweiz noch nie einen derart guten Volleyballmatch sah.
Kaltstart
Der Auftakt in diesen Cup-Knüller ging für Näfels daneben. Kaum hatte das Spiel begonnen, lag es 0:5 hinten. Dieser Rückstand war trotz gutem Spiel nicht mehr wettzumachen. Der Satz ging mit 25:21 an Volley Amriswil. In einem unglaublich guten zweiten Satz brillierte Näfels. Die Glarner spielten sehr stark. Aber auch Amriswil gefiel, allen voran dessen Neuzuzug Bogdan Olefir, der fast jeden Ball verwertete. Den dritten Satzball nutze Näfels mit 25:22 zum Satzausgleich. Der dritte Satz war lange ein Spiel auf Messers Schneide. Kein Team konnte sich je absetzen. Mal führten die Platzherren, dann wieder die Gäste. Am Ende jubelte Volley Amriswil (25:23), nachdem Näfels sich innert kurzer Zeit vier Fehler leistete. Dies sollte aber die letzte Baisse der Glarner in diesem Cup-Fight gewesen sein.
Fans sorgen für Stimmung
Vor dem vierten Satz war man in Amriswil sehr zuversichtlich. Aus den Lautsprechern trällerte das Lied „Finale“. Näfels liess sich dadurch nicht aus seinem Konzept bringen, spielte mit viel Feuer und hoch konzentriert und praktisch fehlerlos weiter. Der Lohn war der Satzausgleich, nachdem auch dieser Satz lange auf Messers Schneide war und Näfels ihn mit 25:22 für sich verbuchen konnte.
Näfels gelang der Start ins Tie-break sehr gut. Stets in Führung liegend zauberten die Glarner weiter. Das Spiel wurde dank der mitgereisten Fans, welche für eine tolle Stimmung sorgten fast zu einem Heimspiel. Der dritte Matchball verwertete Matt Pollock zum 15:13. Der Jubel und die Freude über den Sieg kannte bei Näfels keine Grenzen. Die Mannschaft hat mit diesem Sieg ein Zeichen gesetzt. Perfekt eingestellt von Trainer Dalibor Polak und mit einer siegeshungrigen Einstellung verdiente sich das Team diesen Erfolg. Teammanager Ruedi Gygli dazu: „Die Mannschaft hat heute so gespielt, wie ich es diese Woche im Training sah. Alle waren wirklich überzeugend.“
Einigkeit der Trainer
Amriswils Trainer Ratko Pavlicevic war sichtlich enttäuscht, aber ein sehr fairer Verlierer: „Näfels spielte ein bisschen besser. Aber auch mein Team spielte sehr gut. Es waren kleine Details die am Ende den Unterschied ausmachten.“ Auch Näfels Trainer Polak schätzte das Spiel ähnlich ein: „Ich gratuliere auch Amriswil, es war ein Spiel auf einem wirklich guten Niveau, welches wir als das glücklichere Team am Ende gewannen.“
Kleine Statistik:
Samuel Ehrat : 17 Punkte
Kyle Friend : 17 Punkte
Bruno Godoy : 16 Punkte
Zlatko Pulko : 16 Punkte
Dass ein Mittelblocker für die meisten Punkte eines Teams zuoberst erscheint, habe ich noch nie gesehen. Allein dies ist schon eine Sondermeldung wert. Doch noch beeindruckender ist, dass bei Näfels vier Angreifer praktisch gleichauf sind. Dies hat auch Samuel Ehrat sehr gefallen. „Das ist geil“, sagte er dazu. Dies war bei Amriswil nicht so. Nur Bogdan Olefir und Sébatian Steigmeier schafften es auf zweistellige Werte.
Matchtelegramm
Tellenfeld, Amriswil, Sonntag, 14. Februar 2016, 16:00
Spieldauer 135 Minuten
Zuschauer: 970
Volley Amriswil - Biogas Volley Näfels 2:3 (25:21, 22:25, 25:23, 22:25, 13:15)
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Bruno, Pollock, Friend, Pulko, Ehrat
Einwechslungen: Walzer, Milanez, Gotch
Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Robin Bhaggan, Mani Müller
Volley Amriswil:
Startformation: Howatson (Passeur), Ljubicic (Captain), Smardzic (Libero), Steigmeier, Olefir, Brändli, Tomasik
Einwechslungen: Kriech, Wolff
Trainer: Ratko Pavlicevic
Assistenz-Trainer: Dario Balsamo
SR: Christian Wolf, Philippe Schürmann




























































































