Axpo Volley Näfels mit Fehlstart
Nach der Niederlage im Supercup verliert das neu formierte Team von Axpo Volley Näfels auch sein erstes Meisterschaftsspiel.
von Martin Landolt
Lausanne UC überrascht das Team von Axpo Volley Näfels mit einem erfrischenden Auftritt und holt sich in der Lintharena einen verdienten 3:0-Sieg. Bei der Analyse des verkorksten Saisonstarts sollten sich die Glarner am Teamgeist und an der Dynamik ihres Gegners ein Beispiel nehmen.
Nach dem Infekt kein Volleyball-Fieber
Eine Woche vor dem Saisonstart legte eine Magen-Darm-Grippe das halbe Team flach, Bogdanovski kämpft mit Knieproblemen, Bartholet mit einer Verletzung am Daumen und Roy Schmid verpasste das Spiel krankheitsbedingt. Dennoch lässt Coach Verdi keine Ausflüchte gelten: «Wir haben im Supercup gezeigt, was wir könnten. Wenn wir diese Leistung auch gegen Lausanne abrufen, wird das ein ganz anderes Spiel.» Und: «Wir schulden unseren Fans mehr Leidenschaft. Das Team muss verstehen, dass wir hier in Näfels immer 100% zu liefern haben. Wir können das besser!» - Tatsächlich wollte der Hexenkessel am Sonntag nicht zum Kochen kommen. Spieler und Publikum schienen gleichermassen in Schockstarre; und man darf der Mannschaft dabei ankreiden, dass sie nicht wie ein Heimteam aufgetreten ist.
Noch viel Arbeit
Im Supercup gegen Amriswil scheiterte das junge Team letztlich an der mangelnden Konstanz, was ihm nicht vorgeworfen werden darf. Am Sonntag gegen Lausanne fanden die Näfelser aber schlichtweg kein Rezept. Während die Romands mit grosser Spielfreude überzeugten, wollte sich der Knoten bei den Glarnern einfach nie lösen. Ihr Spiel war zu verhalten und vor allem zu durchschaubar.
Patrik Johansson, der schwedische Nationalspieler, der aus der holländischen Liga ins Glarnerland wechselte, bleibt positiv: «Wir müssen tatsächlich noch an vielen Details arbeiten; aber es macht unheimlich Spass, Teil dieser Mannschaft zu sein, und wir werden uns zu einem starken Team formen.»
In der Tat haben auch die Verantwortlichen von Axpo Volley Näfels vor der Saison immer wieder darauf hingewiesen, dass das junge Team Zeit brauchen wird, um sein Entwicklungspotenzial auszuschöpfen. Gerade die ersten Spiele sind ein guter Zeitpunkt, um hartes Brot zu essen. Wichtig ist aber, dass dies mit Leidenschaft passiert. Bereits am kommenden Samstag spielt das Team auswärts in St. Gallen und muss diese Gelegenheit nutzen, um Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Denn das nächste Heimspiel wird am 31. Oktober das Derby gegen den TSV Jona sein. Diesem Charaktertest wird sich das junge Team stellen müssen.



























































































