Mittwoch, 23. Mai 2012; 14:16
Allgemein

Auf den Dresses von Volley Näfels ist Platz frei geworden

Von: Ruedi Gubser

Die Näfelser Volleyballer müssen einen neuen Namenssponsor suchen. Seat hat die Partnerschaft nach sieben Jahren gekündigt. Nun gilt es, einen neuen Partner zu finden. Es dürfte keine einfache Suche werden.

 

An diesen Namen hat man sich mittlerweile gewöhnt, und es dürfte zu Beginn schwer fallen, den Zusatz Seat nicht mehr zu erwähnen. Nicht leicht dürfte den Verantwortlichen von Volley Näfels auch die Suche nach einem Nachfolger von Seat fallen. Dieser steht nämlich noch nicht fest. «Erste Gespräche mit möglichen Sponsoren haben stattgefunden», sagt Klubpräsident Martin Landolt. Es habe sich dabei um gute Gespräche gehandelt. Die Kontaktierten seien einem Engagement nicht zum vornherein abgeneigt gewesen, fährt Landolt fort.  

 

Konzentration auf Beachvolleyball:

Am liebsten hätte der Glarner Nationalrat Landolt einen Namenssponsor aus dem Glarnerland. Dies dürfte sich aufgrund der Erfahrungen in den letzten Jahren jedoch kaum bewerkstelligen lassen. Verhandelt wird gegenwärtig auch darüber, ob der für die Region verantwortliche Seat-Partner, die Garage Tondo in Mitlödi, die Näfelser Volleyballer als Co- und Fahrzeugsponsor weiterhin unterstützen wird. 

Auswirkungen kämen erst später:

Martin Landolt, meint zum Rückzug von Seat als Namenssponsor: «Wir bedauern diesen Entscheid, auch wenn er sicherlich nachvollziehbar ist. Wir bedanken uns herzlich bei Seat für die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit.» Seat begründet die Beendigung der Partnerschaft mit dem Entschluss, sich auf nationale Sponsoring-Aktivitäten zu fokussieren und die Engagements im Volleyballsport auf Beachvolleyball zu konzentrieren. Was ist, wenn Näfels keinen neuen Namenssponsor findet? Wird es im Glarnerland kein Männer-Spitzen- Volleyball mehr geben? Martin Landolt beantwortet diese Frage wie folgt: «Kurzfristig hätte der fehlende Sponsor keine grossen Auswirkungen. Unser Finanzierungssystem ist durch eine Vielzahl von Sponsoren, die einen wertvollen Beitrag leisten, breit abgestützt.» «Sollte aber über einen längeren Zeitraum kein Hauptsponsor gefunden werden, ist der Spitzenvolleyball in Näfels gefährdet», so Landolt weiter. Nicht umsetzen liesse sich dann auch sein Vorhaben, vermehrt junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und demjenigen von Jona in die erste Mannschaft zu integrieren. Dazu braucht es mehr (finanzielles) Engagement im Nachwuchsbereich mit entsprechenden Trainern, und eine Umlagerung von finanziellen Mitteln von der ersten Mannschaft in den Nachwuchsbereich. Ist dieses Geld nicht vorhanden, kann es auch nicht herumgeschoben werden.  

Das Team bleibt zusammen:

Fehlt den Näfelsern der Namenssponsor für die nächste Saison noch, sieht es in Bezug auf das Kader etwas positiver aus. «Wir gehen davon aus, dass das Gerippe der diesjährigen Mannschaft bestehen bleibt», lässt sich Landolt vernehmen. «Dieses Team verdient Kredit und hat mit der Qualifikation für den Cupfinal und dem dritten Platz in der Meisterschaft bewiesen, dass es an der Spitze mitspielen kann.» Näfels möchte ebenfalls an Spielertrainer Dalibor Polak festhalten. Der Tscheche machte ein Verbleib bei den Glarnern davon abhängig, wie sich seine Frau entscheiden werde. Nun sieht es danach aus, dass Polaks länger im Kanton bleiben und die Kinder hier eingeschult werden. Aber wie bei den Sponsoren, ist es auch bei den Spielern: Definitiv ist etwas es erst dann, wenn die Unterschriften unter die Verträge gesetzt sind.