Ankara war eine zu harte Nuss für Biogas Volley.
Mit Ankara traf Biogas Volley Näfels im Hinspiel des 1/16 Finals des CEV Challenge Cup auf einen sehr starken Gegner. Die Türken spielten praktisch fehlerlos und gewannen das Spiel mit 3:0 klar.
Trainer Dalibor Polak startete mit seiner gewohnten Stamm-Sieben ins Spiel. Auch Captain Dan Alexander konnte wieder mittun. Biogas Volley Näfels begann gut. Mit gelungenen Sideouts hiess es beim ersten technischen Time-out 8:7 für Ankara. Danach buchten die Platzherren drei Punkte in Folge, zwei davon dank ungenügender Annahmen von Näfels. Beim zweiten Time-out lag Maliye Milli Piyango Ankara dann 16:11 in Führung. Näfels vermochte darauf nicht zu reagieren, geriet im Gegenteil noch mehr ins Wanken. Seine Angriffe führten kaum noch zu Punkten. Dies ganz im Gegensatz zu den spielstarken Türken, bei denen fast jeder Angriff sass. Die Glarner standen auf verlorenem Posten. Ankara spielte den Satz in nur zwanzig Minuten mit 25:15 locker nach Hause.
Guter Beginn
Auch im zweiten Satz hielt Näfels zu Beginn des Satzes gut mit. Beim Time-out lag es erstmals mit 7:8 hinten. Im Vergleich zum Startsatz blieben die Glarner standhaft. Es gelang sogar das eine und andere Mal die Angriffe der Türken zu blocken und mit Gegenangriffen zu punkten. Beim 2. Time-out führte Ankara erstmals mit zwei Punkten Vorsprung, erhöhte danach aber den Vorsprung kontinuierlich. Die Asiaten dominierten gegen Ende des Satzes immer klarer. Weder Time-out noch Spielerwechsel brachten Näfels Erfolg. Ankara war zu stark und holte sich auch den zweiten Satz mit 25:17 letztlich ohne je ins Zittern zu kommen. Mitentscheidend war in diesem Satz erneut die Schwäche beim Service. Insgesamt 17 Servicefehler tauchen in der Statistik über das ganze Spiel auf, aber kein einziges Ass. Bei Ankara sieht dieses Verhältnis mit neun Fehlern und zwei Assen ganz anders aus.
Ankara mit Schlussspurt
Polak brachte im dritten Satz anstelle des angeschlagenen Captains Dan Alexander Stefan Ilic und Fabian Martinez für Marko Vukasinovic ins Spiel. Diese Wechsel zeigten Wirkung. Mit guter Moral und viel Kampfgeist erspielte sich Näfels eine 8:5 Führung. Die Türken schalteten darauf einen Gang höher und glichen zum 10:10 aus. Das Team von Polak hielt das Spiel bis zum zweiten Time-out (15:16) offen. Zwei Punkte in Folge von Ankara brachten danach die Vorentscheidung. Zwar kamen die Glarner nochmals bis auf einen Punkte an den Gegner heran. Doch Ankara gewann auch den dritten und Satz dank seines neuerlichen Schlussspurts mit 25:22 und damit das Spiel mit 3:0 klar.
Teammanager Gygli war nach dem Spiel nicht überrascht. Es bestätigte sich, was er erwartete und lobt Gegner Ankara: „Sie haben in der Annahme sehr stabil gespielt, machten kaum Fehler. Das ist ein sehr ausgeglichenes Team.“ Auch mit seinem Team war er recht zufrieden. Spielerisch sei Näfels nicht abgefallen, sagt er. Die Angreifer hätten ihre Punkte gemacht. Dies zeigt auch die Statistik, wo Zlatko Pulko erneut als erfolgreichster Angreifer erscheint. Weniger positiv tönt Ruedi Gyglis Urteil über die Annahmen bei Float-Services und die eigenen Services.
VBC Einsiedeln als Stolperstein?
In zwei Wochen folgt das Rückspiel im SGU. Doch bereits am Samstag, 6. Dezember geht es in der Meisterschaft weiter. Näfels muss in Einsiedeln antreten. Trotz der Reisstrapazen und der kaum möglichen Vorbereitung ist Volley Näfels in dieser Partie der Favorit. Ein Vollerfolg von Näfels wird erwartet. Doch Einsiedeln wird nach dem Sieg am letzten Wochenende gegen Jona mit Selbstvertrauen Auftreten. In Nachbar-Duell gegen den Favoriten Biogas Volley Näfels wird es den Innerschwyzern auch nicht an Motivation fehlen. Oder anders gesagt: Der VBC Einsiedeln ist bereit für eine Überraschung.
Matchtelegramm
TVF SC Baskent Sports Hall, Ankara, Donnerstag, 4. Dezember 2014, 17:00 (MEZ)
Spieldauer : 65 Minuten
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Skibiskyy Oleksiy (UKR), Vedris Krunomil (CRO)
Maliye Milli Piyango Ankara - Biogas Volley Näfels 3:0 (25:15, 25:17, 25:22)
Biogas Volley Näfels:
Startformation:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Alexander (Captain), Vukasinovic, Friend, Pulko, Ehrat
Einwechslungen: Ilic, Martinez
Trainer: Dalibor Polak
Assistents Coach: Mani Müller



























































































