Andy Sutter verabschiedet sich vom Indoor Volleyball
Nach sechs Jahren beendete Andy Sutter seine Karriere am Samstag als Hallen-Volleyballer. Der Abschied löste Emotionen aus. Der Aargauer fokussiert sich in Zukunft nur noch aufs Beach-Volleyball und zieht deshalb im Sommer vom Glarnerland nach Bern.
Als grosses Talent wurde Andy Sutter angekündigt, als er 2003 als 18-Jähriger aus dem Aargau zum damaligen Spitzenklub Näfels wechselte. Sein Ehrgeiz und sein Einsatz waren von Beginn an vorbildlich und so musste er nicht lange warten, bis er seine ersten Teileinsätze erleben durfte. Seine Karriere ging stetig bergauf, seine Klasse nahm Saison für Saison zu. „Seine Technik ist sensationell“, meinte etwa Mani Müller, der Assistenz-Coach, nachdem er sich in der Saison 2006/07 endgültig als Stammspieler sogar gegen ausländische Konkurrenz durchsetzte.
Höhepunkt Cupfinal
Im Rückblick betrachtet Andy Sutter diese Saison vor zwei Jahren mit dem Gewinn des Doubles als Höhepunkt. Er erinnert sich aber besonders gern an die beiden Finale: „Der Cupfinal gegen Lugano war der absolute Höhepunkt. Ich spielte gut und wurde gar zum MVP, dem wertvollsten Spieler, gewählt. Aber auch der anschliessende Final im Play-off gegen Amriswil war ein Highlight“. Was jedoch danach folgte, sind keine guten Erinnerungen mehr. Nach dieser Meistersaison begann der Abstieg von Seat Volley Näfels. Als Captain übernahm Sutter sehr viel Verantwortung, manchmal sogar zu viel. Plötzlich ging es nicht mehr wie gewohnt bergauf. Das war für Andy Sutter eine sehr harte Zeit. „Die letzte Saison, als nach der Vorrunde nichts mehr lief und das ganze Team auseinanderfiel, war mein Tiefpunkt“, verriet er.
Näfels – ein gutes Omen für den Sprung in den Sand
Schon die offizielle Verabschiedung und Verdankung durch Verein und Mannschaft vor dem Spiel bewegte den Wahlglarner sichtlich. Aber auch danach und im Gespräch mit der „Südostschweiz“ waren Emotionen auszumachen. Er zeigte sich sehr dankbar für alles, was er hier erleben und erlernen durfte: „Es war eine Superzeit hier in Näfels. Ich werde sicher mit dem Glarnerland verbunden bleiben. Ich danke allen - dem Klub, all den Menschen im Umfeld des Vereins und dem Vorstand - für die jahrelange Unterstützung. Aber auch allen aus dem privaten Umfeld, die mir halfen, alle meine Aufgaben zu meistern, gehört ein riesiges Dankeschön. Ohne diese Hilfe könnte ich jetzt nicht entscheiden, alles auf Beachvolley zu setzen.“
Im Sommer wird Sutter nach Bern ziehen, wo er zusammen mit anderen Talenten von Swiss Volley Teil eines Beachprojekts ist. Näfels scheint für Beach-Volleyballer ein gutes Sprungbrett zu sein, haben doch vor Andy Sutter mit Jan Schnider, Stefan Kobel, Sascha Heyer und auch Philip Gabathuler schon andere ehemalige Näfelser mit dem Sprung in den Sand grosse Erfolge gehabt.



























































































