Abhacken und Vergessen !
Volley Näfels zog aus nach Genf, um mindestens mit zwei Punkten in der Tasche und einer komfortablen Ausgangslage im Rennen um die Finalqualifikation heimzukehren. Am Ende aber gab es eine 3:0 Niederlage nach einem Spiel, das sofort abgehackt werden muss.
Im Spiel gegen Meister CS Chênois gelang Näfels nichts, zumindest in den Sätzen eins und drei, während die Genfer einen richtigen Lauf hatten. Näfels trug zu Beginn des Spiels selbst viel dazu bei, um das Spiel der Gastgeber auf Touren zu bringen, indem es Fehler an Fehler reihte. So bodigten Näfels das eigene Vertrauen und steigerte im Gegenzug jenes der Gastgeber im gleichen Mass.
Trotzreaktion am Samstag im Derby?
Am Ende blieb nach der derart missglückten Partie kaum etwas Positives übrig. Deswegen aber in Panik zu geraten, wäre in der jetzigen Situation falsch. Jetzt erst recht, muss es heissen. Das sieht auch Teammanager Gygli so: „Entscheidend wird der nächste Samstag sein. Da steht das Derby daheim gegen Amriswil auf dem Programm. Wenn wir am Samstag dieses Schlüsselspiel gewinnen bin ich zuversichtlich, dass wir den Weg nach oben schaffen und zu jener Spielweise zurückfinden, welche uns in dieser Saison bisher auszeichnete.“ Entscheidendes dazu beitragen könnte Toni Kankaanpää, dem es im Jahr 2013 bisher noch gar nicht lief. Ruedi Gygli ist deshalb etwas beunruhigt und von der momentanen Leistung des Finnen auch enttäuscht. „Derzeit erreicht er weder bei der Annahme noch bei den Angriffen und Services das Niveau der Vorrunde“, stellte Gygli fest. Doch nicht nur für Kankaanpää, sondern für das ganze Team gilt, dass sie sich jetzt schnell fangen müssen. „Jetzt muss eine Trotzreaktion folgen“, verlangt Gygli.
Viel Spass am Spiel
Dass Näfels am Samstag derart an die Wand gespielt wurde, lag aber auch an Chênois, welches nach der Niederlage in Lugano eine tolle Trotzreaktion zeigte. Teammanager Gygli sieht eine mögliche Erklärung für die Dominanz der Genfer bei deren Mentalität: „Wenn man gegen Chênois einmal einige Punkte im Rückstand ist, dann wird es sehr schwierig für die Gegner. Ein Teil der Mannschaft von Chênois trainiert nicht sehr oft, doch diese Spieler haben ein grosses Talent, haben viel Freude am Spiel und empfinden dabei viel Fun, besonders wenn es läuft.“ Genau dies passierte am Samstag. Im Spiel der Genfer passte einfach alles zusammen. Service, Blockarbeit, Feldverteidigung und Angriffe überzeugten. Gygli erwähnt aber auch, dass bei den Genfern ein solches Spiel nur dann möglich sei, wenn sie einen Vorsprung im Rücken hätten. Gygli weiter: „Als Chênois im zweiten Satz etwas unter Druck kam, gelang auch Ihnen nicht mehr alles, sie machten auch Fehler und servierten bei weitem nicht mehr gleich effizient wie noch im ersten Satz.“
Was am Samstag Volley Näfels passierte, ist Sport. Jeder hat das Recht, einmal einen schwarzen Tag einzuziehen. Viel wichtiger dabei ist, dass darauf die richtige Reaktion folgt und das Passierte so schnell wie möglich kein Thema mehr ist.
Matchtelegramm:
CS Chênois - Volley Näfels 3:0 (25:12, 27:25, 25:18)

Trotzreaktion: Jetzt muss gegen Amriswil richtig dagegen gehalten werden, wie dies hier Ehrat (links) und Ugi Illic demonstrieren

Potenzial nutzen: Näfels muss wieder einen Weg finden, wie es auch schwierige Situationen meistern kann, wie dies hier Pulko gegen den Genfer Dreierblock macht.

Hoffnungsträger: Findet der Finne Toni Kankaanpää seine Form aus dem Vorjahr wieder, kann Näfels wieder zuversichtlich sein


























































































