Mon­tag, 9. Ok­tober 2017; 12:39
NLA

Nä­fels nur in ei­nem Satz stark

Von: Jo­el Roos

Bis auf den drit­ten Satz konn­te Bio­gas Vol­ley Nä­fels im Su­per­cup nicht mit Am­ris­wil mit­hal­ten. Den­noch zeig­te die neu for­mier­te Mann­schaft bei der 1:3-Nie­der­la­ge in Frei­burg gros­ses Po­ten­zial für die Sai­son.


Nä­fels woll­te im ers­ten Au­f­ein­an­der­tref­fen der neu­en Sai­son end­lich die Ne­ga­tiv­se­rie ge­gen Am­ris­wil be­en­den. Im Su­per­cup in Fri­bourg tra­fen mit dem letzt­jäh­ri­gen Tri­p­le­si­e­ger aus dem Thur­gau und den in al­len drei Fi­nals un­ter­le­ge­nen Nä­fel­sern die zwei klar stärks­ten Teams der ver­gan­ge­nen Sai­son au­f­ein­an­der.

Den Glar­nern ge­lang das ge­plan­te Vor­ha­ben vo­r­erst je­doch nicht wir­k­lich – ner­vös war der Auf­tritt im ers­ten Satz, vor al­lem am Ser­vice häuf­ten sich die Feh­ler auf ein Höchst­mass. Am­ris­wil hat­te leich­tes Spiel, kam fast gra­tis zu Punk­ten und ent­schied den Satz fol­ge­rich­tig für sich. Ver­hält­nis­mäs­sig knapp wur­de es nur, weil auch der Meis­ter nicht vol­l­ends über­zeug­te.

Dass es aus Nä­fel­ser Sicht nicht so wei­ter­ge­hen konn­te, war klar. Die ani­mier­ten Dis­kus­sio­nen vor dem zwei­ten Durch­gang be­wirk­ten je­doch zu­nächst eher das Ge­gen­teil. Die Spie­ler wirk­ten ver­krampft, was sich bis Satz­mit­te er­neut in enorm vie­len Feh­lern wi­der­spie­gel­te. Dann ging es et­was auf­wärts, und weil der Geg­ner wei­ter nicht sein bes­tes Vol­ley­ball abrief, keim­te ge­gen Sat­z­en­de noch ein­mal Hoff­nung auf. Mit Tho­mas Bränd­li kam für den Ser­vice ein ehe­ma­li­ger Am­ris­wi­ler aufs Feld, wel­cher sein letzt­jäh­ri­ges Team un­ter Druck zu set­zen wuss­te. Letzt­lich zeig­te sich Am­ris­wil aber ab­ge­brüht ge­nug, um mit 25:22 und so­mit 2:0 in die zehn­mi­nü­ti­ge Pau­se zu ge­hen.

Fehl­er­zahl ver­rin­gert

Der ein­ge­wech­sel­te Jo­se Mar­ti­nez brach­te Feu­er auf das Feld, und dem gan­zen Team hat­te die Pau­se gut­ge­tan. Der Kopf schi­en ge­lüf­tet und das Selbst­ver­trau­en auf­ge­tankt, wo­durch die Fehl­er­zahl enorm ver­rin­gert wer­den konn­te. An­ge­führt vom star­ken Po­len Kon­rad For­me­la zwang Nä­fels dem Geg­ner nun das ei­ge­ne Spiel auf und schi­en ent­fes­selt und ge­willt, die­ses zu dre­hen.Der Ser­vice funk­tio­nier­te end­lich, der Block war wei­ter­hin stark, und im An­griff gin­gen die Glar­ner feh­ler­los und ef­fi­zi­ent zu Wer­ke. Der Ti­tel­ver­tei­di­ger hielt in die­ser Pha­se nicht viel ent­ge­gen – so­mit war das 25:15 klar ge­recht­fer­tigt.Mit dem Schieds­rich­ter ge­ha­dert­Dies soll­te Nä­fels auch noch im vier­ten Satz be­flü­geln. Al­ler­dings miss­riet nun der Start in den Satz, zu­dem ha­der­ten die Spie­ler mit Ent­schei­dun­gen des Schieds­rich­ters. Nach ei­nem 0:3-Rück­stand glich Vol­ley Nä­fels aus, nur um kurz dar­auf ei­ne er­neu­te Mi­ni­se­rie zu kas­sie­ren.So­mit lag die Mann­schaft von Trai­ner Polak bis Satz­mit­te stets leicht im Rück­stand. Auch der Wech­sel von Ku­ba Ra­dom­ski zu Do­mi­nik Fort half vo­r­erst nichts, die Glar­ner hink­ten hin­ter­her. Das Spiel war in die­sem Satz auf dem höchs­ten Le­vel an­ge­langt, und Nä­fels konn­te mit 19:16 in Füh­rung ge­hen. Dann zeig­te aber Am­ris­wil, wes­halb es in der letz­ten Sai­son die Ti­tel nur so an sich ge­ris­sen hat­te: Mit Ab­ge­brüht­heit im An­griff und ge­lun­ge­nen Ak­tio­nen in der Ver­tei­di­gung ka­men die Thur­gau­er zu­rück.Bei 24:23 kam Am­ris­wil zum ers­ten Match­ball. Nä­fels je­doch zeig­te sich eben­falls men­tal auf der Höhe und wehr­te ge­s­amt haft fünf Match­bäl­le ab, konn­te aber den ei­ge­nen Satz­ball nicht nut­zen. Sehr bit­ter war dann der letz­te Punkt zum 31:29 für Am­ris­wil, denn der An­griff von Marc Wal­zer wur­de vom Schieds­rich­ter­ge­spann Aus ge­ge­ben – ei­ne Feh­l­ent­schei­dung, wie die Aus­wer­tung der Vi­deo­bil­der nach dem Spiel zeig­te.


Bio­gas Vol­ley Nä­fels – Am­ris­wil 1:3 (21:25, 22:25, 25:15, 29:31)

St. Leon­hard Hal­le Fri­bourg. – 1680 Zu­schau­er. – Spiel­dau­er:120 Mi­nu­ten

Nä­fels:
Gi­ger (Pas­seur), Eh­rat, Sut­ter (Li­be­ro), For­me­la, Wal­zer, Ra­dom­ski, Mar­ti­nez Ein­wechs­lun­gen: Fořt, Roos, Bränd­li, (Ae­b­li, Süess)
Trai­ner: Da­li­bor Polak

Am­ris­wil:
Ho­wat­son (Pas­seur), Lju­bi­cic (Cap­tain), Da­ni­el (Li­be­ro), Steig­mei­er, Ha­ma­cher, Djo­kic.
Ein­wechs­lun­gen:Bag­h­da­di (Munt­wy­ler, Kes­ten, Brühw­i­ler)
Trai­ner: Rat­ko Pav­li­ce­vic

 

Es hat nicht ge­reicht: Vol­ley Nä­fels kann ge­gen Am­ris­wil nur im drit­ten Satz über­zeu­gen. (Bild: Ka­rin Mül­ler)

xeiro ag