Freitag, 12. Mai 2017; 16:15
NLA

Dalibor Polak nimmt sein neuntes Jahr als Trainer von Biogas Volley Näfels in Angriff

Von: Köbi Hefti

Dalibor Polak ist auch in der Saison 2017/18 Trainer und Coach von Biogas Volley Näfels. Neben dem Tschechen bleibt auch die Mehrheit der Spieler den Glarnern treu – es stossen aber auch neue und bekannte Gesichter dazu.


„Wir waren zufrieden mit der letzten Saison“, sagt Teammanager Ruedi Gygli zu einer der erfolgreichsten und konstantesten Saisons von Biogas Volley Näfels seit zehn Jahren. So ist es logisch, dass sich auf der Trainerposition nichts verändert. Dalibor Polak ist auch in der kommenden Saison der Chef an der Seitenlinie der Glarner. Der Tscheche freut sich darüber und sagt: „Es war meine Priorität in Näfels zu bleiben. Dies nicht nur wegen meiner Familie, sondern auch deshalb, weil Näfels eine Spitzenmannschaft ist. Es ist eine Ehre bei diesem Verein Trainer sein zu dürfen.“ Polak nimmt damit die neunte Saison zusammen mit den Glarner Unterländern in Angriff.

Die perfekte Lösung für Familie Polak
Dalibor Polak tönt es an. Seine Familie ist ihm wichtig, ja das Wichtigste. Er und seine Familie sind hier heimisch geworden. Seine Frau wie auch er haben im Kanton Glarus ihre Arbeitsstellen und Netzwerke. Wie heimisch die Polaks geworden sind, offenbaren die drei Kinder, welche untereinander Glarnerdeutsch sprechen und hier viele Freunde und Freundinnen haben – und natürlich Volleyball spielen wie ihre Eltern. Dalibor Polak freut’s und so sagt er mit Genugtuung: „Wenn ich Beruf und Familie hier kombinieren kann, ist das die perfekte Lösung. Ein Umzug in ein anderes Land wäre eine schwierige Situation. Umso glücklicher bin ich, dass es hier so läuft wie zuletzt.“

Zwei Drittel wieder dabei
Nicht nur Familie Polak gefällt es bei Biogas Volley Näfels, auch den Spielern. Mit Passeur Reto Giger, Libero Manuel Sutter, den Mittelblockern Samuel Ehrat und Marc Walzer, Annahmespezialist Dominik Fořt und Topscorer Fabian Martinez sind zumindest sechs Spieler der letzten Saison wieder dabei, obwohl das eine oder andere reizvolle  Angebot anderer Vereine vorlag. Ob auch Kuba Radomski wieder dabei sein wird, ist noch offen. Für Dalibor Polak wäre der Pole eine gute Option und ein Spieler, den er gerne wieder in seinem Team hätte.

„Ich bin sehr froh, dass fast alle bleiben wollen – so muss ich nicht wie letzte Saison praktisch mit einem neuen Team beginnen. Es steht eine Starting Six, welche im Vergleich zur vergangenen Saison zum grossen Teil gleich ist“, zeigt sich der Coach erfreut. So sollten auch die Rücktritte der Ur-Näfelser Marco Gygli und Pascal Wunderle besser verkraftet werden können.

Zwei aus den eigenen Reihen
Zum Team stossen auch zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Kai Aebli als Zuspieler und Nico Süess auf Annahme/Aussen werden im kommenden Jahr das volle Programm der ersten Mannschaft mittun. Das sei eine sehr gute Entscheidung des Vereins, ist Dalibor Polak überzeugt. Denn es sei wichtig, dass sie auch Jungs aus dem Glarnerland im Team spielen, welche durch die lokale Verankerung eine natürliche Bindung zum Publikum und den Sponsoren hätten, so der Coach weiter. Er setzt grosse Hoffnungen in diese Talente und erklärt: „Bisher spielten sie mit Begeisterung Volleyball – es war ihr Hobby. Jetzt mit bis zu acht Trainings pro Woche in einem professionellen Umfeld erwarte ich eine klare Steigerung. Nico Süess hat ein grosses Talent und Kai Aebli zeichnet sich durch seinen grossen Willen aus, hat dazu körperliche Vorteile.“ Trotzdem rechnet Polak damit, dass die erste NLA-Saison für die beiden keine einfache sein wird, sieht aber deren grosses Potenzial, welches dem Verein in Zukunft viel bringen kann.

Zwei Nationalspieler
Neu zum Team von Näfels werden zwei namhafte und bekannte Spieler stossen. Joel Roos von Jona als Diagonalangreifer und Mittelblocker Thomas Brändli, der von Amriswil kommt, sind echte Verstärkungen für Näfels. Beide Spieler haben jahrelange Erfahrung in der höchsten Spielklasse. Dalibor Polak ist sehr glücklich, dass sich Roos und Brändli für sein Team entschieden. Zu Thomas Brändli sagt er: „Er hat eine riesige Motivation und will beweisen, dass er zu Unrecht in der letzten Saison immer auf dem Bänkli sass.“ Sowohl beim Thurgauer Brändli wie auch beim St. Galler Roos spürt Dalibor Polak den unbändigen Willen zu spielen, welcher mit der Luftveränderung zusätzlichen Schub bekommt.

Zwei ausländische Annahmespieler
Somit steht das Team von Näfels bis auf zwei Spieler fest. Zwar sind noch nicht alle Verträge unterschrieben, doch Teammanager Ruedi Gygli zählt darauf, dass es bei den Zusagen der Spieler bleibt. Was er jetzt noch zu tun hat, ist die Verpflichtung zweier ausländischer Annahmespieler, wobei einer wie erwähnt Kuba Radomski sein könnte, während für den anderen noch keine konkreten Pläne bekannt sind. Wie auch immer, Biogas Volley Näfels wird auch im kommenden Jahr wieder konkurrenzfähig sein und versuchen, vorne mitzumischen. Und dies mit einem Kader, das mit acht Schweizern und vier Ausländern für ein Spitzenteam sehr eidgenössisch geprägt ist.

Passt: Familie Polak ist hier heimisch geworden und bringt das Familien- und Erwerbsleben perfekt unter einen Hut

Nummer 1: Reto Giger ist unbestritten der erste Passeur – „Dies wird ihm helfen“, sagt Dalibor dazu

Energievoll: Libero Manuel Sutter ist ein weiteres Jahr der Mann, der für die Defensive Stabilität sorgen soll

Yes: Sämi Ehrat bleibt ein weiteres Jahr der Volleyball Familie von Näfels treu

Trotz Umzug: Marc Walzer verlässt Oberurnen Richtung Ostschweiz, nicht aber Biogas Volley Näfels

Vom Gegner zu Teamkollegen: Thomas Brändli und Dominik Fořt werden beide bald in weiss-grün auflaufen

Aufgepasst: Fabian Martinez wird gemäss Dalibor nächste Saison noch mehr Power haben

Newcomer: Kai Aebli startet das Unterfangen Profi-Volleyball als zweiter Passeur

Umfunktioniert: Nico Süess wird im NLA-Team nicht mehr Dia, sondern als Annahme/Aussen spielen

Vom See ins Linth-Tal: Joel Roos sieht es von Jona nach Näfels, wo er der zweite Dia sein wird, was nicht nur für den Trainingsbetrieb sehr wichtig ist.

xeiro ag