Montag, 8. Januar 2018; 12:30
NLA

Biogas Volley Näfels lässt die Cup-Träume von Lausanne UC platzen

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels gewinnt den Cup Achtelfinal gegen Lausanne UC 3:1 (25:23, 25:19, 20:25, 25:21). Die unerwartete Nomination von Fořt und Brändli ins Startteam überraschte viele - auch den Gegner.


Die Freude der Näfelser nach dem Sieg im Achtelfinal des Volley Cups war riesig. Mit einer in allen Belangen soliden Leistung eliminierten sie den starken Lausanne UC. „Das war von allem Anfang an ein erkämpfter und verdienter Sieg“, lautete das Fazit des strahlenden Teammanagers Ruedi Gygli. Eine wichtige Entscheidung traf Trainer Dalibor Polak bereits vor Spielbeginn. Er erklärt: „Ich denke, dass ich LUC mit der Nomination von Dominik Fořt in die Starting-6 überraschte. Ich kenne Fořts Stärken und weiss, dass er ein Spieler ist, der die Drecksarbeit macht. Er half uns heute sehr, sei dies in der Annahme, am Block oder mit cleveren Angriffen.“

Bärenstarke Giger-Bomben
Der erste Satz begann für Näfels mit erfolgreichen Angriffen und starken Blocks optimal. Die Gäste aber liessen sich dadurch nicht beeindrucken, hielten das Spiel offen. Beim Stand von 17:18 führten sie gar erstmals. Näfels reagierte darauf erfolgreich mit noch mehr Druck im Angriff und sicherte sich den Satz mit 25: 23. Auch in Umgang zwei starteten die Platzherren besser. LUC agierte in diesem Satz zu fehlerhaft. Für die endgültige Entscheidung sorgte Passeur Reto Giger mit fünf bärenstarken Services, die Näfels eine 22:15 Führung einbrachte. Am Ende hiess es 25:19 für Näfels. Der Lausanner Captain Julien Carrel meinte dazu: „Näfels spielte in den beiden ersten Sätzen besser als wir, sicherte sich die wichtigen Punkte, war effizienter als wir.“

Typischer Cup-Fight
Mit dem Messer am Hals reagierte LUC im dritten Satz heftig. Ihre 6:2 Führung gaben die Gäste nicht mehr preis. Praktisch fehlerlos spielend sicherten sie sich den Satz mit 25:20 überzeugend. Der vierte Satz war sehr eng, äusserst spannend und bot sehr guten Sport. Vor dem zweiten Time-out erspielte sich Näfels einen Vorsprung von zwei Punkten, welchen es bis zum Ende hielt. LUC riskierte in dieser Phase viel, zu viel. Captain Carrel meinte dazu: „Mit vier Servicefehlern nach dem zweiten Time-out kann man einen Satz nicht gewinnen.“ Am Ende hiess es 25:21 für Näfels. Dalibor Polak war zufrieden mit dem gezeigten in diesem typischen Cup-Fight. Vor allem die beiden ersten Sätze hätten ihn überzeugt, so der Trainer weiter.

Chance gepackt
Samuel Ehrat, der Captain, der wie alle seine Teamkollegen strahlte, meinte nach diesem Sieg: „Das war kein einfaches Spiel. LUC war stark und spielte sehr schnell. Ich persönlich hatte am Anfang am Block extrem Mühe, doch wir servierten und spielten druckvoll und machten so dem Gegner das Leben schwer.“ Und auch der Näfelser Best Player, Dominik Fořt war äusserst zufrieden mit sich, aber vor allem mit dem Team: „Ich erhielt heute eine Chance um zu spielen und wollte diese unbedingt packen. Doch wichtig ist, dass wir als Team dieses Cup-Spiel gewonnen haben.“


Matchtelegramm

Biogas Volley Näfels – Lausanne UC: 3:1 (25:23, 25:19, 20:25, 25:21)

Buchholz, Glarus. – 280 Zuschauer. – Spieldauer: 103 Minuten.

SR. Schürmann, Nellen

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Giger (Passeur) Ehrat (Captain), Sutter (Libero), Radomski, Fořt, Brändli, Martinez
Einwechslungen:  Formela, Süess

Headcoach: Dalibor Polak
Assistant Coach: Mani Müller

Lausanne UC:
Startformation: Carrel (Passeur, Captain), Del Valle (Libero), Kvalen, Zerika, Pranko, Del Bianco, Prével
Einwechslungen: Kaeser, Pfund

Headcoach: Giaccardi

In Topform: Thomas Brändli spielte gegen LUC und Schönenwerd hervorragend

LUC Captain Julien Carrel über Fabian Martinez: Näfels hatte mit ihm einen Spieler, der jeden wichtigen Punkt machte

Mann des Spiels: Dominik Fořt war in der Defensive stark, machte aber auch am Netz selbst mit schwierigen Zuspielen etwas Cleveres

Starker Gegner: Bei Lausanne UC waren nicht nur Prével, sondern auch Nick del Bianco kaum zu bremsen

Jubel und Fehde: Nach dem Pfiff beim Matchball wegen eines umstrittenen Netzfehlers Prévels jubeln die einen, andere tauschen Nettigkeiten aus…

xeiro ag