Donnerstag, 5. Oktober 2017; 09:07
NLA

Biogas Volley Näfels ist heiss auf den Final im Supercup

Von: Köbi Hefti

Am Samstag beginnt für Biogas Volley Näfels die neue Saison mit dem Final im Supercup gegen Meister und Cupsieger Volley Amriswil. Captain Samuel Ehrat und sein Team steigen voller Motivation in dieses Spiel.


Samuel Ehrat, geht für Sie die Saison endlich oder schon wieder los?
SAMUEL EHRAT: Diesmal muss ich sagen: Endlich. Ich bin voll motiviert und bereit. Dasselbe gilt für meine Teamkollegen. Sie sind heiss auf diesen ersten Ernstkampf der Saison.

Als neuer Captain von Näfels führen Sie eine Mannschaft an, bei der im Vergleich zur letzten Saison vieles gleich ist, die aber auch fünf neue Spieler umfasst. Wie läuft es mit dem neuen Team?
Ja, fünf Spieler sind neu dazugekommen, aber dies fühlt sich nicht so an. Ich kannte unsere beiden Junioren Kai Aebli und Nico Süess schon gut. Kai Aebli trainierte letztes Jahr während der Vorbereitung schon oft mit der ersten Mannschaft. Dazu kenne ich Thomas Brändli und Joel Roos schon sehr lange, Roos auch von der Nationalmannschaft. So gesehen ist einzig Konrad Formela wirklich neu und deshalb nehmen wir die grosse Veränderung gar nicht richtig wahr.

Was können Sie über das neue Team schon sagen?
Es läuft sehr gut. Was mich besonders erstaunt und positiv überrascht ist, wie sich Kai Aebli und Nico Süess, unsere beiden Jungen, ins Team eingefügt haben und mit welcher Freude sie dabei sind. Wir haben wirklich eine coole Truppe zusammen – es ist super.

Sie sind der neue Captain und Nachfolger von Marco Gygli…
Ja, das sind grosse Fusstapfen (lacht).

Welches sind Ihre wichtigsten Aufgaben als Captain?
Das sind organisatorische Aufgaben, die seitens Trainer oder Teammanager an mich herangetragen werden. Als Beispiel kann ich den Dresscode erwähnen, welchen ich dann gegenüber der Mannschaft kommuniziere.
Ich verstehe meine Aufgabe als Captain aber auch so, dass ich das Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft bin. Dalibor Polak und ich tauschen uns regelmässig aus, diskutieren darüber, wie der Trainingsbetrieb sein soll und wie sich die Mannschaft fühlt.
Eine andere Aufgabe ist die Ansprache ans Team bevor wir die Kabine verlassen. Und meine Kollegen möchten immer einen Motivations-Speech hören. Da muss ich mir jeweils etwas einfallen lassen.

Ist auch die Spielgestaltung ein Thema, das Sie mit dem Trainer besprechen?
Unser Trainer ist sehr offen für alles – auch für Kritik. Jeder Spieler kann zu ihm gehen. In der Rolle als Captain spreche ich mit ihm sehr oft auch über die Spielweise. Er ist jedoch der Trainer, der das letzte Wort hat und entscheidet.

Was sagen Sie über Ihre ersten Wochen als Captain von Biogas Volley Näfels?
Bisher machte es Spass - cooler Job.

Im Gegensatz zum Vorjahr, als wegen der Abwesenheit der Nationalspieler die Vorbereitungszeit sehr kurz war, trainiert Näfels schon mehr als einen Monat zusammen. Was klappt schon gut, was noch nicht wunschgemäss?
Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Abstimmung zum Passeur deutlich besser. Damals brauchten wir sehr lange, fanden uns erst im Dezember richtig. Dieses Jahr ist das viel besser, auch weil wir uns schon lange kennen. Ich habe den Eindruck, dass Block, Defense und Angriff schon gut klappen. Was uns aber noch fehlt ist die Konstanz. Zwischendurch sind wir noch nicht sattelfest.

Am Samstag geht es mit dem Supercup gegen Amriswil los. Wie sehen Sie die Ausgangslage?
Wir gehen sicher nicht als Favorit in dieses Spiel. Wir brennen aber alle auf dieses Duell gegen Amriswil, einem Gegner, gegen den wir letztes Jahr sehr oft, aber immer ohne Erfolg spielten. Wir fühlen uns alle gut, sind heiss auf dieses Spiel und ich hoffe, dass uns eine Überraschung gelingt.

Welche Bedeutung hat dieser Supercupfinal für Volley Näfels?
Dieses Jahr hat der Supercup für uns eine deutlich grössere Bedeutung als im Vorjahr nach der viel zu kurzen Vorbereitungszeit. Wir möchten den Meisterschaftsfavoriten Amriswil ein erstes Mal ärgern. Ich glaube, dass wir jetzt zu einer Trotzreaktion fähig sind, zumal Amriswil im Vergleich zum Meisterteam sich stark verändert hat. Wir sind bereit und topmotiviert.

Supercup Final:

Volley Amriswil – Biogas Volley Näfels
Samstag, 7. Oktober 2017, St. Leonhard-Halle Freiburg

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Und er fliegt und fliegt, auch wenn der Ball nicht zu ihm kommt

xeiro ag